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Praktisches zum Markteinstieg

In Südafrika

In welchen Branchen können deutsche Unternehmen in Südafrika besonders gut punkten?

Südafrika verfügt über eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur. Wichtige Sektoren sind die Automobil- und Zulieferbranche, das Gesundheitswesen, Infrastruktur wie Energie, Transport, Logistik und Verkehr, Wasser sowie Tourismus. Chance bestehen selbstevsrtändlich auch in den Bereichen Chemie, Ernährungs- und Landwirtschaft, Bergbautechnik, Baugewerbe und Finanzdiesntleistungen. Konsumgüter aller Art sind ebenfalls nachgefragt. Die Marke “Made-in-Germany” hat einen guten Ruf und es gibt zahlreiche Möglichkeiten für einen erfolgreichen Markteinstieg.

Welche deutschen Unternehmen sind schon vor Ort? Gibt es bereits ein Netzwerk?

Namenhafte deutsche Unternehmen sind bereits seit Jahrzehnten in Südafrika tätig. Das Netzwerk von rund 600 Unternehmen bildet sich unter dem Dach der AHK Südliches Afrika. Teil des Netzwerks sind multinationale Unternehmen, die allerdings den kleineren Anteil darstellen. Geprägt wird das Netzwerk durch kleine und mittlere Unternehmen, die sich im südlichen Afrika engagieren und den bilateralen Handel prägen. Die AHK Südliches Afrika ist neben Südafrika, das für mehr als 90 Prozent der deutschen Exporte in die Region steht, auch für die Länder Botswana, Kongo, Lesotho, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Sambia, die Seychellen, Swasiland, Tansania und Zimbabwe zuständig.

Worauf sollten sich Unternehmer einstellen, die in Südafrika geschäftlich aktiv werden möchten?

Unternehmen sollten damit rechnen, dass ein erfolgreicher Markeinstieg einige Monate in Anspruch nimmt. Deutsche Unternehmen müssen sich auf die unterschiedlichen Kulturen in Südafrika einstellen und einen Überblick über die relevante Branche gewinnen. Des weiteren gibt es lokale Gesetzgebungen, die bekannt sein sollten. Zu erwähnen sind dabei die Regelungen für Broad Based Black Economic Empoerment, die im Rahmen einer Wertschöpfungskette in öffentlichen Auftragsverfahren Anwendung finden.

Wie schätzen Sie die wirtschaftspolitische Lage in Südafrika ein? Gibt es besondere Chancen / Risiken, die Unternehmen kennen sollten?

Afrika hat ein negatives Image als Kontinent der Bittenden. Südafrika ist aber ein Industriestandort mit einer nach westlichem Vorbild entwickelten Infrastruktur. Außerdem gibt es in Südafrika ein sehr gut entwickeltes Finanz- und Rechtssystem, was durchaus den europäischen Normen entspricht. Da das nicht unbedingt für die Nachbarländer gilt, ist Südafrika ein optimaler Standort, um von hier aus die Vorteile der Wirtschaftsunion zu nutzen. Kritisch ist, dass es im Moment kein ausreichender Investitionsschutz besteht, auch weil das bilaterale Investitionsschutzabkommen mit Deutschland in 2013 gekündigt wurde.

Was würden Sie einem Unternehmen empfehlen, das Geschäfte in Südafrika aufbauen möchte?

Deutsche Unternehmen suchen für den Markteinstieg in der Regel einen Vertriebspartner, Handelsvertreter oder Distributoren. Die Kontaktanbahnung via Email ist meist ohne Erfolg, da eine Antwort häufig ausbleibt. Dies bedeutet nicht, dass kein Interesse an einer Zusammenarbeit besteht. Vielmehr kommt es für den südafrikanischen Partner auf den persönlichen Kontakt an. Daher empfiehlt die AHK Südliches Afrika die Durchführung einer individuellen Geschäftsreise vor Ort, deren Organisation mit potentiellen Partner die Kammer gerne übernehmen kann.


Info & Kontakt

Matthias Boddenberg leitet seit 2001 vom Hauptstandort Johannesburg die AHK Südliches Afrika, deren stellvertretender Geschäftsführer er bereits von 1990 bis 1995 war. Zwischen seiner Tätigkeit in Südafrika war der gelernte Steuerjurist von 1995 bis 2001 als Geschäftsführer der AHK Iran tätig.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 265 1907 / 8
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen