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Abwasser wird in Äthiopien...

Abwasser wird in Äthiopien ein Thema

Nairobi (GTAI) - Äthiopien will in 23 Städten des Landes die Abwasserentsorgung verbessern beziehungsweise eine solche aufbauen. Die Weltbank wird das Vorhaben mit einer halbe Milliarde US-Dollar unterstützen. Das äthiopische Ministerium für Wasser, Bewässerung und Strom erarbeitet derzeit nach eigenen Angaben eine Leistungsbeschreibung (terms of reference; TOR) für Beraterunternehmen, die das Projekt begleiten sollen.

Im Rahmen des Vorhabens soll die Wasserversorgung, insbesondere aber die Abwasserentsorgung für 3,38 Millionen Menschen in der Hauptstadt Addis Abeba und weiteren 22 kleineren Städten verbessert werden. Die Laufzeit des Vorhabens wird auf sechs Jahre veranschlagt. Von der Weltbank kommt eine Finanzierung von 505 Millionen US$ für das Second Urban Water Supply and Sanitation Project der Regierung. Wie hoch die äthiopische Eigenleistung ist, wurde noch nicht bekannt.

Neben der Hauptstadt sollen sechs Städte in der Verwaltungsregion Oromia, vier in Amhara, jeweils zwei in Tigray und Somali sowie jeweils eine Stadt in den Verwaltungsregionen Afar, Benishangul-Gumuz, Harar und Gambela in den Genuss des Vorhabens kommen. Hinzukommen drei Städte in der Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker sowie die Stadt Dire Dawa vor den Toren von Addis. Kriterium für die Auswahl ist, abgesehen von der Hauptstadt, die Bevölkerungsgröße mit 100.000 bis 300.000 Einwohnern pro Stadt.

Der Anspruch des Kreditgebers Weltbank ist es, 2,27 Millionen Menschen einen verbesserten Zugang zu sanitären Anlagen zu bieten und 1,11 Millionen eine verbesserte Wasserversorgung. Von den Weltbank-Millionen sind vier Millionen eine Hilfe zur Selbsthilfe (capacity building) und das Gros ein Vorzugskredit. Von dem Kredit kommen 320 Millionen von der International Development Association (IDA; Laufzeit 38 Jahre bei sechs Jahren tilgungsfreier Zeit) und der Rest aus dem Topf des IDA Scale-Up Facility Credit (30 Jahre Laufzeit bei neun Jahren tilgungsfreier Zeit).

Abwasservorhaben ein Game Changer

Nach Ansicht von Kennern des äthiopischen Wassersektors ist das Vorhaben ein Game Changer: Bislang habe sich das zuständige Ministerium zwar um die Wasserversorgung gekümmert, das Thema Entsorgung aber sträflich vernachlässigt. Schätzungen zufolge haben maximal zwei Drittel der Bevölkerung von etwa 106 Millionen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser, aber nur 6 Prozent zu einem Abwassersystem. Selbst in der Hauptstadt Addis Abeba sind es nur gut 10 Prozent.

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Edith Mosebach