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Äthiopien setzt die wirtschaftliche Öffnung fort

Nairobi (AHK) - Äthiopien, einer der frühesten christlichen Staaten, wurde nie kolonialisiert und gilt als "Wiege der Menschheit". Heute beheimatet die demokratische Bundesrepublik viele Einwohner, Sprachen und Kulturen. Eines haben jedoch alle Äthiopier gemeinsam: Sie sind auf die eine oder andere Weise von der wirtschaftlichen Öffnung des Landes und den ehrgeizigen Plänen der Regierung betroffen.

Äthiopien erstreckt sich über eine Fläche von 1,1 Mio. km² und ist damit dreimal so groß wie Deutschland. Nach Nigeria ist das ostafrikanische Land mit einer Einwohnerzahl von knapp 100 Millionen das bevölkerungsreichste des Kontinents. Die Äthiopier sind stolz auf ihr Land, das zu den ältesten Staaten der Welt gehört, und der am längsten bestehende Staat des Kontinents ist. Das äthiopische Reich umfasste auch Gebiete im Sudan, Eritrea und Jemen, und wurde bereits im 1. Jahrtausend vor Christus gegründet. Von Äthiopiens Vergangenheit als christliches Königreich zeugen die Felsenkirchen im Hochland, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Auch "Lucy", ein Fossil der ältesten menschlichen Vorfahren, wurde in Äthiopien gefunden.

Wechselvolle Geschichte, beständige Beziehungen zu Deutschland

Äthiopien wurde nie kolonialisiert, stand jedoch während des Zweiten Weltkriegs unter italienischer Besatzung, die mit Hilfe der Briten 1941 beendet wurde. Nach dem Abzug der italienischen Besatzer versuchte der aus dem Exil zurückgekehrte Kaiser Haile Selassie I. sein Land zu modernisieren, ohne aber seinen absolutistischen Herrschaftsstil und die feudalistische Gesellschaftsordnung aufzugeben. Selassie wurde 1974 im Zuge einer wirtschaftlichen und politischen Krise gestürzt, daraufhin übernahm eine sozialistische Militärdiktatur die Macht. Die folgenden Jahre waren geprägt von Bürgerkrieg, militärischen Konflikten mit den Nachbarstaaten und dramatischen Hungersnöten. 1991 kollabierte das Regime unter dem Druck oppositioneller Kräfte. Mit dem Ende der Volksrepublik gelang der Wandel hin zu politischer Stabilität. 1995 verabschiedete Äthiopien seine Verfassung und ist seitdem eine parlamentarische Bundesrepublik. Zwar findet eine zunehmende Öffnung gegenüber der Weltwirtschaft statt, dennoch befinden sich weite Teile des Privatsektors in frühen Stadien der Entwicklung. Trotz eines durchschnittlichen Wirtschaftswachstums von fast zehn Prozent von 2005 bis 2015 und leichter Abschwächung auf ca. 7,5 Prozent in den Folgejahren leben noch immer schätzungsweise knapp ein Drittel der äthiopischen Bevölkerung unter der Armutsgrenze.

Deutschland unterhält seit 1905 traditionell gute diplomatische Beziehungen zu Äthiopien, der ehemalige Kaiser Haile Selassie war 1954 einer der ersten ausländischen Staatsgäste in der noch jungen Bundesrepublik.

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Edith Mosebach