Zurück
  • Home
  • Afrika investiert kräftig in seine Landwirtschaft

Afrika investiert kräftig in...

Afrika investiert kräftig in seine Landwirtschaft

Bonn (GTAI) - Die Landwirtschaft in Afrika erlebt einen breiten Aufschwung: Von Nord- über West-, Ost- und das südliche Afrika investieren Staaten, Geber und Unternehmen in eine Vielzahl von innovativen und traditionellen Projekten. Ziel ist es die Selbstversorgung der Bevölkerung voran zu bringen und die Wirtschaften der Länder durch Exporte zu stärken.

Nordafrika

TUNESIEN

Die tunesische Regierung plant im Süden des Landes vor allem für den Dattelanbau 17 neue Brunnen und damit die Erschließung beziehungsweise Modernisierung von rund 5.000 Hektar Anbaufläche. Neu bewässerte Flächen sind in der Region Tatatouine bei Remada und Borj Bourguiba vorgesehen. Die Projekte umfassen den Bau von Wohnsiedlungen und drei Sammel- und Verpackungsstellen für Datteln.

Vor allem bei der Herstellung von Olivenöl gewinnt der Bioanbau in Tunesien an Bedeutung. Chancen in dem Bereich werden jedoch bei Weitem nicht ausgenutzt. 2017 hat Tunesien rund 31.000 Tonnen biozertifiziertes Olivenöl im Wert von umgerechnet 114 Millionen Euro exportiert. Hauptabnehmer sind mit 45,6 Prozent Frankreich, Italien und die Vereinigten Staaten. Mit dem schon seit einigen Jahren anhaltenden Trend zum Bioanbau gewinnen strengere Zertifizierungen zunehmend an Bedeutung. Dabei ist das gegebene Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Zum einen werden Schätzungen zufolge von den 1.800.000 gegebenen Hektar, auf denen Oliven angebaut wird, gerade mal fünf Prozent agrochemisch bewirtschaftet. Zum anderen wird das exportierte Olivenöl bis zu 80 Prozent zur Beimischung (Verschnittware) vor allem nach Spanien und Italien geliefert. Trotz der laut Experten exzellenten Voraussetzungen für den Anbau und schon vorhandener Qualität. Tunesisches Olivenöl mit einer Etikettierung "Made in Tunisia" ist in Europa, den USA, Japan und anderen Märkten noch schwach vertreten.

Die tunesische Gruppe Délice Holding konsolidiert ihre Allianz mit dem französischen Milchkonzern Savencia Fromage & Diary. Der weltweit größte Käsehersteller wird laut einer Vereinbarung vom Februar 2018 seine Anteile an der zur Délice Holding gehörenden Compagnie Fromagère von 42,5 auf 50 Prozent erhöhen. Délice plant im Zuge der Kapitalerhöhung die Einführung neuer Käsemarken. Ebenso seien Exporte nach Nahost, ins benachbarte Libyen sowie Marokko vorgesehen.

MAROKKO

Der führende marokkanische Kekshersteller Best Biscuits will 2018 bis 2020 Investitionen von umgerechnet 26,4 Millionen Euro umsetzen und dadurch 600 neue Arbeitsplätze schaffen. Bei Best Biscuits sind bislang rund 1.100 Menschen beschäftigt. Erst jüngst hat das Anouar Invest gehörende Unternehmen die Modernisierung und den Ausbau eines Werkes in Had Soualem abgeschlossen. Die Unternehmensziele umfassen auch die Erschließung beziehungseise Expansion von Auslandsmärkten vor allem in Westafrika.

Bureau Veritas hat eine Anteilsmehrheit bei marokkanischen Groupe Labomag erworben. Bureau Veritas ist eine weltweit führende Inspektions- und Zertifizierungsgesellschaft. Zur Groupe Labomag gehören die Töchter Labomag und Qualimag. Das Unternehmen ist Marktführerin bei der Prüfung von Nahrungsmitteln in Marokko und beschäftigt 104 Personen. Im Jahr 2017 lag der Umsatz bei 3,8 Millionen Euro.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach