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Afrika zieht Investitionen in...

Afrika zieht Investitionen in Nahrungsmittelproduktion an

Bonn (GTAI) - Afrika setzt weiter auf die Landwirtschaft und die lokale Weiterverarbeitung ihrer Produkte. Investitionen von afrikanischen und internationalen Firmen erhöhen den Bedarf an Ausrüstung. Dass der Sektor nach wie vor von äußeren Einflüssen stark abhängig ist, zeigte zuletzt die Ausbreitung des Kommandowurms, der erhebliche Schäden angerichtet hat.

Subsahara-Afrika braucht jährlich mindestens 600 Millionen US-Dollar, um die Verbreitung des Kommandowurms (Spodoptera exempta, im Englischen African Armyworm) zu begrenzen. Die Exkremente der Raupen können beim Menschen zu allergische Reaktionen führen sowie das Trinkwasser verschmutzen. In Ruanda hat sich der Wurm bereits durch Feldfrüchte auf einer Fläche von 15.300 Hektar durchgefressen und erhebliche Schäden angerichtet. In Kenia ist die Rede von 11.000 bis 15.000 Hektar, die bereits betroffen sind. Während Afrika kaum Erfahrung mit der Bekämpfung hat, kann der Kontinent auf die Praxis in Brasilien zurückgreifen, das zuletzt 600 Millionen US$/Jahr für die Raupenbekämpfung ausgeben musste - eine Größenordnung, die auch für Subsahara-Afrika realistisch sein dürfte.

In einigen Ländern hat der Schädling bereits Resistenzen gegen die verwendeten Chemikalien gebildet, dem die Farmer mit höheren Dosen begegnen. Experten befürchten nun, dass eine zu hohe Chemiekonzentration die Umwelt zu sehr belastet und die Gesundheit von Menschen in Gefahr bringt.

Es erscheint derweil fraglich, ob die Region zu einem solchen politischen Kraftakt willens und in der Lage ist. Gleichzeitig ist zu befürchten, dass die Politik zu spät und nicht ausreichend auf den Kommandowurmbefall reagiert. Schon jetzt leiden Millionen Menschen in Ostafrika wegen der langen Dürre unter einer akuten Ernährungsunsicherheit.

Nach Ansicht von Beobachtern sollte Ostafrika erwägen, seine Landwirtschaftspolitik radikal zu überdenken: Schon jetzt wäre es z.B. viel ökonomischer, das Hauptnahrungsmittel Mais auf Weltmärkten günstig einzukaufen, statt es auf den üblichen unproduktiven Mini-Parzellen anzubauen. Vor allem Kenia und Ruanda, die keine landwirtschaftlichen Landreserven mehr haben, sollten sich stattdessen auf hochintensive Gartenbauerzeugnisse z.B. in Gewächshäusern konzentrieren, heißt es.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
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Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
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www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach