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Agrarwirtschaft des südlichen Afrika erholt sich von Dürre

Johannesburg (GTAI) - Südafrikas Landwirte dürfen nach schweren Ernteausfällen im vergangenen Jahr für 2017 auf eine Rekordernte hoffen. Die verschuldeten Betriebe können damit den Pfad der wirtschaftlichen Gesundung einschlagen, der Markt für Landtechnik dürfte sich stabilisieren. Zunehmende Professionalisierung bietet Absatzchancen für modernste Technik. Die Nahrungsmittelindustrie investiert in die Erneuerung ihrer Anlagen. Sambia und Angola verfügen über große Potenziale im Agrarbereich.

Die Landwirtschaft im südlichen Afrika hegt die Hoffnung, 2017 nach den mageren Ergebnissen des Vorjahres wieder deutlich mehr ernten zu können. Das Wetterphänomen El Nino sorgte in Südafrika für die schwerste Dürre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1930. Die Maisernte brach 2015 um 24% auf 7,5 Mio. t ein. Dank guter Niederschläge wird für 2017 ein Rekordergebnis von 15,6 Mio. t erwartet.

Landtechnikanbieter müssen sich dennoch bis 2018 in einem schwierigen Marktumfeld bewegen, denn viele kommerzielle Farmer benötigen voraussichtlich zwei Erntezeiten, um die Auswirkungen der Dürre zu überwinden. In den schwierigen Jahren zuvor wurde ein Schuldenberg von rund 160 Mrd. Rand (R; etwa 12,4 Mrd. US$; 1 R = circa 0,08 $) angehäuft.

Im Jahr 2016 ging der Absatz von Traktoren um 11,3% auf 5.855 Einheiten zurück und dürfte sich 2017 auf diesem Niveau einpendeln. Wegen des hohen Bevölkerungsanstiegs von etwa 1,6% pro Jahr und der dafür benötigten Ertragssteigerungen geht der Trend zu mehr Hochtechnologie, Präzisionslandwirtschaft und Megafarming. So wird die Anzahl der kommerziellen Farmer kontinuierlich niedriger. Wurden 1994 noch rund 60.000 Betriebe gezählt, dürften es heute lediglich etwa 35.000 sein. Gleichzeitig nimmt die durch Einzelfarmen bewirtschaftete Fläche im Schnitt zu. Dadurch ist Südafrika ein interessanter Absatzmarkt für Anbieter moderner Landtechnikgeräte.

Bei der Nahrungsmittelverarbeitung fungiert die Kaprepublik als Produktionszentrum für die gesamte Region. Die südafrikanischen Einzelhändler wie Shoprite oder Pick n Pay haben in den vergangenen Jahren stark in die Nachbarländer expandiert und bringen den Großteil des Sortiments an verarbeiteten Lebensmitteln mit. Dadurch finden sich am Kap mit Tiger Brands, Pioneer Foods, Rhodes Food und AVI eine Reihe von diversifizierten Produzenten als Abnehmer für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Hinzu kommen noch internationale Branchengrößen wie Nestlé mit allein sieben Fabrikationsstätten in Südafrika.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach