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"Arabische" Carrefour setzt...

"Arabische" Carrefour setzt in Kenia neue Standards

Nairobi (GTAI) - Die Karten im kenianischen Supermarktgeschäft werden neu gemischt: Ausländische Marktteilnehmer sind nun gefordert, die sich bietenden Leerstände in großen Shoppingcentern zu schließen. Und dann gibt es noch andere Lücken, die gefüllt werden wollen: Supermarktregale, die eine größere Warenvielfalt vertragen könnten, auch Waren aus Deutschland.

Nirgendwo sonst in Subsahara-Afrika gibt es, von der Republik Südafrika einmal abgesehen, so viele moderne Shopping-Center wie in Kenia. In der Vergangenheit gab es geradezu einen Boom, auch weil es als Geldanlage beliebt war. Gleichzeitig verlangte ein aufstrebender gehobener Mittelstand, UN-Mitarbeiter, Diplomaten und Vertreter von Entwicklungshilfeorganisationen sowie einige Superreiche höherwertigere Waren. Diese Shopping-Tempel (meist nach südafrikanischem Vorbild gebaut oder von südafrikanischen Architekten entworfen) bieten in der chaotischen Hauptstadt Nairobi geradezu eine Oase der Ruhe, oft mit einem breiten Restaurant- und Unterhaltungsangebot.

Solche Shopping-Center brauchen Supermärkte als Ankermieter, um die Massen anzulocken. Vor 30 Jahren, als in Kenia die ersten kleinen und bescheidenen Einkaufszentren gebaut wurden, gab es nur einen großen Absatzgarant, die an der Börse notierte Uchumi. Später kamen noch andere Ketten indisch-stämmiger Familien hinzu, unter denen sich das Unternehmen Nakumatt, einst ein Matratzenhersteller aus Nakuru, schnell zum Lokalmatador entwickelte und selbst in Nachbarländer expandierte.

Anfang 2018 sorgte Nakumatt mit einem gerichtlich angeordneten Gutachten für Schlagzeigen, in dem ein "Fehlbestand" von 180 Millionen US-Dollar (US$) festgestellt wurde. Nun ist Nakkumat zahlungsunfähig und auch Uchumi ist wirtschaftlich stark angeschlagen.

Nun nutzen ausländische Marktteilnehmer diese Gelegenheit, um zu expandieren. Dazu zählt die französische Carrefour, die ihr Ostafrika-Geschäft der in Dubai firmierenden Majid-Al-Futtaim-Gruppe überlassen hat. Aber auch die südafrikanischen Einzelhändler Game und Shoprite sowie Choppies aus Botsuana sehen ihre Chance und wollen sich vergrößern. Außerdem gibt es lokale Ketten wie Tuskys, Naivas, Quick Mart und Chandarana. Sie alle wollen dieses Vakuum ausfüllen, das Nakumatt und Uchumi hinterlassen haben.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
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Angola
Tel: +244 - 946267525
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Delegierter: Ricardo Gerigk

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Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
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Delegierter: Dr. Marc Lucassen

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Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach