Zurück
  • Home
  • Berbera-Hafen in Somaliland ein potenzieller Game...

Berbera-Hafen in Somaliland...

Berbera-Hafen in Somaliland ein potenzieller Game Changer

Nairobi (GTAI) - Die international nicht anerkannte Republik Somaliland setzt auf einen massiven Ausbau ihres Hafens in Berbera, um mehr Transithandel abwickeln zu können. Das Binnenland Äthiopien ist bislang auf Dschibuti angewiesen und will diese Abhängigkeit verringern. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), erst kürzlich von Dschibuti verprellt, wollen mit Millionen-US-Dollar-Investitionen in den Ausbau einsteigen. Bei Erfolg würde dies die Handelsströme in der Region umleiten.

Es mag wegen der fehlenden internationalen Anerkennung Somalilands schwierige juristische und finanzielle Fragen geben, der politische Wille aber ist da: Der Hafenbetreiber DP World aus den VAE hat es eiliger denn je, in Somaliland Fuß zu fassen, seit er als Konzessionär des Hafens von Dschibuti unter ungeklärten Umständen Ende Februar 2018 gekündigt wurde. Auch Äthiopien steht unter Zugzwang wenn es sich von Dschibuti als Warenumschlagsplatz (mehr als 90 Prozent seines Außenhandels) emanzipieren will. Deshalb hat Äthiopien für 80 Millionen US-Dollar (US$) ein 19-Prozent-Paket am Hafen von Berbera erworben. DP World hält 51 Prozent und die Somaliland Port Authority 30 Prozent.

Anzumerken bleibt, dass Somalia die äthiopische Investition für illegal hält und für diese Position Verbündete sucht, so zum Beispiel in Katar, das wiederum schwierige Beziehungen zu den VAE unterhält. Die somalischen Häfen wurden für DP World geschlossen.

Hafenerweiterung gilt als ökonomischer Durchbruch

Berbera ist die drittgrößte Stadt in Somaliland mit etwa 300.000 Einwohnern. 1991 rief die Aufstandsbewegung Somali National Movement die Unabhängigkeit der Republik Somaliland aus. Eine der wichtigsten Ziele der jungen Republik war die Wiederherstellung der Infrastruktur, was mangels internationaler Unterstützung nur sehr langsam vonstattenging. Die Vereinbarung mit der DP World und seit kurzem mit dem strategischen Partner Äthiopien gilt als großer ökonomischer Durchbruch.

Berbera liegt an einer wichtigen Ölschifffahrtsroute und verfügt über einen Tiefwasserhafen. DP World hat eine 30 Jahre lange Betreiberkonzession für den Hafen erhalten und will mit den Partnern insgesamt 442 Millionen US$ investieren - für das kleine Somaliland ein Mega-Projekt. Noch 2018 sollen neue Kaimauern gebaut und Kräne angeschafft werden, um die Effizienz des Hafens zu steigern. Angesichts dieser Bedeutung wollen die VAE dort auch einen Marinestützpunkt nebst eigenem Flughafen aufbauen, auch das ein politischer Erfolg für Somaliland und eine gute "Versicherung".

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach