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Branche kompakt: Ghanas Bausektor durchläuft Phase der Konsolidierung

Accra (GTAI) - Ghanas Bausektor steht vor schwierigen Zeiten. Im Wohnungs-, Industrie-, Gewerbe- und Infrastrukturbau tut sich nur wenig. Nach Jahren des Booms hat der lokale Bausektor Überkapazitäten aufgebaut, die nun reduziert werden müssen. Für den Absatz von Baumaschinen, Werkzeugen und Beratungsdienstleistungen bedeutet dies nichts Gutes. Zwar können deutsche Anbieter weiter Geschäfte machen, jedoch auf einem geringeren Niveau als in den Jahren zuvor.

Marktchancen

IN VIELEN SEGMENTEN BRICHT DER BAUSEKTOR EIN

In Ghana gehen die Aufträge für Bauunternehmen deutlich zurück. Baufirmen reduzieren ihre Kapazitäten drastisch. Bessere Zeiten deuten sich derzeit nicht an, da die Aussichten für Ghanas Wirtschaft insgesamt bescheiden bleiben. Zwar sehen die Prognosen für das Wachstum des ghanaischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2018 mit 6,7 Prozent (Economist Intelligence Unit) gut aus. Allerdings fußt der Aufschwung auf zwei Großprojekten im Ölsektor: der Inbetriebnahme der beiden neuen Ölfelder Tweneboa, Enyenra and Ntomme (TEN) und Sankofa.

Im privaten Wohnungs- und Häuserbau deutet sich in der Hauptstadt Accra eine Übersättigung an. Büroraum sowie Wohnungen im oberen Preissegment wurden mehr als reichlich gebaut. Gerade in der Innenstadt von Accra (unter anderem Union Tower, Ecobank-Hochhaus, Standard-Chartered-Hochhaus, Ambassador Heights Wohnungscompound) sowie nahe des Flughafens (Mariott Hotel) befinden sich immer noch größere Projekte im Bau. Das sehr groß angelegte Exchange-Projekt am Flughafen wird aufgrund der Übersättigung vermutlich in abgespeckter Version weiter gebaut werden. Auch die vor den Toren Accras in den vergangenen Jahren in großen Mengen errichteten Häuser für die Mittelschicht werden kaum noch nachgefragt. Größere Einkaufszentren wurden in Ghana in den letzten Jahren mehrere gebaut. Nur in Takoradi wird derzeit noch ein größeres Projekt realisiert. Dort baut der südafrikanische Projektentwickler RMB Westport die Takoradi-Mall.

KRISE IM GOLDBERGBAU HÄLT AN

Im Industriebau gibt es kaum Aktivitäten. Die großen Projekte in der Petrochemie rund um Takoradi sind weitgehend abgeschlossen. Einer der größten privaten Auftraggeber der Bauindustrie, der Goldbergbau, befindet sich seit Jahren in der Krise. In neue Minen, deren Aufbau den Baufirmen in der Regel zahlreiche Aufträge bescherten, wird kaum noch investiert. Händler von kleineren Baggern berichten zudem über deutlich geringeren Absatz, seitdem die ghanaische Regierung gegen den als "Galamsey" bezeichneten Kleinbergbau vorgeht.

Staatliche und häufig geberfinanzierte Infrastrukturprojekte werden derzeit nur in geringer Anzahl neu beschlossen und durchgeführt. Durch den Anfang 2017 erfolgten Wechsel zu der Regierung unter Präsident Nana Akufo-Addo müssen die bilateralen Beziehungen zunächst neu geordnet werden. Unter dem Vorgänger bestanden unter anderem sehr enge Beziehungen zur brasilianischen Regierung, wodurch zahlreiche Bauaufträge an brasilianische Baufirmen gingen. Die politisch beeinflusste Auftragsvergabe wird sich ändern. Unklar ist Ende 2017, mit welchen Ländern Ghana bei größeren Infrastrukturvorhaben besonders enge Kooperationen eingehen wird. Auch ist der Spielraum der ghanaischen Regierung bei der Finanzierung von Infrastrukturprojekten gering, durch die in den letzten Jahren deutlich erhöhte Staatsverschuldung.

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www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

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Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
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Repräsentant: Johannes Kurt
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Delegierter: Dr. Marc Lucassen

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Edith Mosebach