Zurück
  • Home
  • Branche kompakt: Ghanas Industrie fragt...

Branche kompakt: Ghanas...

Branche kompakt: Ghanas Industrie fragt Solaranlagen für die Eigenversorgung nach

Accra (GTAI) - Aktuell haben kleinere Solaranlagen zur Eigenversorgung von Industrie, Bergbau oder öffentlichen Einrichtungen das größte Marktpotenzial in Ghanas Solarsektor. Hingegen gibt es kaum Aussichten bei größeren Solarparks für die Netzeinspeisung, da die Regierung auf Wärmekraft setzt. Für Unternehmen, die sich im Sektor engagieren wollen, bieten sich neben dem Import und der Instandhaltung von Panels vor allem Chancen für ganzheitliche Konzepte zur Einsparung von Stromkosten.

Energiedaten und politische Ziele

ERNEUERBARE ENERGIEN HABEN EHER EINE SYMBOLISCHE ROLLE

Die ghanaische Regierung setzt derzeit bei neuen Kraftwerken vor allem auf Wärmekraft. Die Stromerzeugungskapazitäten dürften von derzeit etwa 3.600 auf 5.000 Megawatt im Jahr 2020 steigen. Aktuell befinden sich alleine drei Großkraftwerke im Bau. Noch 2017 fertig werden soll das Cenpower Kpone Independent Power Plant (Cenpower KIPP) mit 360 Megawatt. Das Kraftwerk kostet etwa 900 Millionen US-Dollar (US$) und wird mit Combined-Cycle-Gas-Turbinen betrieben. Ebenfalls im Bau ist das Bridge Power IPP vom EPC-Konsortium unter Führung von General Electric (GE). Das circa eine Milliarde US$ teure Projekt sollte bis 2019 mit voller Kapazität von 400 Megawatt arbeiten können. Darüber hinaus hat Amandi Energy 2017 mit dem Bau eines 200-Megawatt-Wärmekraftwerks in Aboadze bei Takoradi begonnen. Das ebenfalls private Projekt kostet etwa 552 Millionen US$ und wird mit Combined-Cycle-Gas-Turbinen von GE betrieben.

Ghanas Nachfrage nach Energie dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen. Das hohes Bevölkerungswachstum von über zwei Prozent, das Wirtschaftswachstum sowie die ländliche Elektrifizierung sind die wichtigsten Antriebskräfte. Die ghanaische Regulierungsbehörde Energy Commission schätzt das jährliche Nachfragewachstum auf etwa zehn Prozent. Kritiker bemängeln gleichwohl, dass mit den zahlreichen neuen Kraftwerken Überkapazitäten geschaffen werden. Um die privaten Kraftwerksinvestoren abzusichern, muss sich die ghanaische Stromversorgungsgesellschaft Electric Corporation of Ghana (ECG) zur Abnahme des zusätzlichen Stroms verpflichten. Die Überkapazitäten können also zu einem teuren Vergnügen werden.

Die Hinwendung zur Wärmekraft begründen die Verantwortlichen unter anderem damit, dass Ghanas Energiemix eine ausreichende Grundlast zur Verfügung stellen muss. Zudem fördern internationale Ölgesellschaften seit 2011 vor der Küste Ghanas Öl. Als Nebenprodukt fällt Erdgas an, welches in der 2016 fertig gestellten Gasverarbeitungsanlage in Atuabo veredelt wird und in den Wärmekraftwerken verfeuert werden soll. Hiermit erhofft sich Ghana nicht nur eine kostengünstige Sicherung der zukünftigen Energieversorgung, sondern auch jede Menge Jobs. Erneuerbare Energien spielen bei der Netzeinspeisung, wenn überhaupt, eine eher symbolische Rolle.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach