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Branche kompakt: Südafrikas Chemieindustrie leidet unter der Konjunkturschwäche

Johannesburg (GTAI) - Südafrikas Chemieindustrie erlebt aufgrund der schwachen Konjunktur am Kap ein schwieriges Marktumfeld. In der Petrochemie ist die Modernisierung der Raffinerien um Jahre verzögert. Der Kunststoffsektor hofft hingegen auf steigende Nachfrage aus den Bereichen Verpackungen, Bau und Automobilproduktion. Der Absatz von Pharmazeutika könnte durch den Abbau des Rückstaus bei den Medikamentenzulassungen profitieren. Steigende Einkommen der Landwirte ergeben Chancen für Agrarchemikalien.

Marktchancen

RATINGAGENTUREN WERTEN DIE KREDITWÜRDIGKEIT SÜDAFRIKAS AB

Die südafrikanische Chemieindustrie konnte ihren Gesamtumsatz in 2016 nach vorläufigen Zahlen des nationalen Statistikamtes Stats SA auf 432,5 Mrd. R steigern (durchschnittlicher Wechselkurs 2016 : 1 Südafrikanischer Rand = 0,057 Euro). Ein Plus von 1,3,% gegenüber dem Vorjahreswert. Dies ist Ausdruck einer insgesamt schwachen Branchenentwicklung in den vergangenen beiden Jahren. Noch 2014 konnte die Chemieindustrie 451,4 Mrd. R erwirtschaften. Positiver entwickelte sich der Produktionsindex, welcher 2016 um etwa 3,9% zulegen konnte. Die Auslastung der Betriebe hat sich damit auf einen Wert von 84,2% verbessert, 2015 wurden nur 81,2% der Kapazitäten genutzt.

Die Zukunftsaussichten sind aufgrund der insgesamt schwachen Konjunktur am Kap verhalten. Im Jahr 2016 schrammte die südafrikanische Wirtschaft mit einer BIP-Steigerung von 0,3% nur knapp an einer Stagnation vorbei. Auch 2017 und 2018 dürfte das Wirtschaftswachstum mit 1,1 beziehungsweise 1,7% die 2%-Marke verfehlen. Diese Prognosen sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet: Nachdem die beiden Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch die Kreditwürdigkeit Südafrikas im April 2017 auf Ramschstatus abgewertet hatten, befürchten einige Ökonomen, dass sich die Wachstumsaussichten wieder verdüstern. Neben konjunkturell bedingter schwacher Nachfrage leiden die südafrikanischen Chemieunternehmen unter mangelnder Wettbewerbsfähigkeit gegenüber steigenden Importen. Die Anlagen sind häufig veraltet. Die Strompreise am Kap haben sich seit 2009 zudem mehr als verdoppelt und sorgen für steigende Kosten.

AUCH DIE RAFFINERIEN MÜSSEN MODERNISIERT WERDEN

Wichtigstes Standbein in Südafrikas Chemiesektor ist die Petrochemie, welche 2016 rund 134 Mrd. R zum Branchenumsatz beisteuerte. Die dringend erforderliche Modernisierung der Raffinerien liegt allerdings weiter auf Eis. Südafrika hinkt bei den Standards für Kraftstoffe gegenüber Europa um 20 Jahre hinterher. Produziert wird noch auf dem veralteten Euro 2 Standard. Die Automobilindustrie beklagt, dass neue Modelle aufgrund der schlechten Kraftstoffqualität nicht am Kap eingeführt werden können. Die für Juli 2017 angedachte Einführung des Euro 5 Standards wird sich aber voraussichtlich auf mindestens 2022 verschieben.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach