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Branchencheck - Äthiopien (Mai 2018)

Nairobi (GTAI) - Wie kein anderes Land in Ostafrika versteht es Äthiopien, seine Wirtschaft durch ambitionierte Pläne und Projekte nach vorne zu puschen. Eine verbesserte Stromversorgung, neue Straßen, Eisenbahnen und Industrieparks ermöglichen eine Industrialisierung. Und die Landwirtschaft wird schrittweise kommerzialisiert. Obwohl Addis Abeba erneut den Notstand ausgerufen hat, scheint das Investoren bislang nicht zu schrecken.

Maschinenbauindustrie: Aufbau eigener Industrie

Die äthiopische Regierung möchte den Aufbau einer eigenen Maschinenbauindustrie vorantreiben. Die ersten Betriebe haben ihre Produktion aufgenommen, darunter zum Beispiel auch eine Motorenfabrik. Deutschland lieferte 2017 nach noch vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes für 137 Millionen Euro Maschinen, Apparate und mechanische Geräte (WA84) nach Äthiopien, 11 Prozent mehr als 2016 und mehr als doppelt so viel wie noch 2015.

Chemieindustrie: Marktgröße rechtfertigt Importsubstitution

Mal abgesehen von einigen wenigen Betrieben, die einfache chemische Produkte herstellen, gibt es in Äthiopien noch keine nennenswerte chemische Industrie. Das Land ist aber auf dem Weg dahin und strebt eine Importsubstitution an. Bevorzugter Partner ist bislang die VR China. Aber auch europäische Unternehmen zeigen Interesse: So hat die schweizerische Sika AG kürzlich eine Produktionsstätte für Bauchemikalien eröffnet. Langfristig wünscht sich Äthiopien eine eigene Erdölraffinerie nebst Chemieindustrie. 2016 hat Äthiopien für 2,6 Milliarden US-Dollar (US$) Chemieprodukte (SITC-5) importiert - eine attraktive Nachfrage, die in vielen Bereichen eine Produktion vor Ort rechtfertigen könnte. Deutschland lieferte 2017 für 36,1 Millionen Euro chemische Erzeugnisse, gegenüber 2016 ein Plus von 21 Prozent.

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Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
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Repräsentant: Johannes Kurt
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Edith Mosebach