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Branchencheck Gabun (Februar 2018)

Libreville (GTAI) - Nach dem Ölpreisverfall im Jahr 2014 befindet sich die Wirtschaft Gabuns weiterhin auf Talfahrt. Zwar ist der Ölpreis und damit die Staatseinnahmen zuletzt wieder gestiegen. Jedoch ist der Staat derzeit gerade einmal dabei, die angehäuften Schulden zurückzuzahlen. Bis er in der Lage sein wird, umfangreich zu investieren, wird noch eine Weile vergehen. Private Investitionen finden aufgrund der Flaute kaum statt. Dennoch bestehen in einzelnen Sektoren Lieferchancen.

Energiewirtschaft: Mehrere Projekte wurden verschoben

Nachdem der Staat seine Infrastrukturinvestitionen heruntergefahren hat, sind auch die Chancen für Zulieferungen im Rahmen von Energieprojekten deutlich gesunken. Projekte werden immer wieder verschoben, wie der Bau des Wasserkraftwerks Kinguele Aval. Übereinkunft über den Bau des 60-Megawatt-Wasserkraftwerks erzielten Anfang 2016 der Fonds gabonais d'investissements strategiques (FGIS) sowie der französische Investmentfonds Meridiam und der nationale Stromversorger Societe d'energie et d'eau du Gabon (SEEG). Die Baukosten werden auf etwa 152 Millionen Euro beziffert. Aus Gabun herausgezogen hat sich die israelische Telemenia. Ihre beiden geplanten Gaskraftwerke in Port Gentil und Libreville wird sie wegen Kapitalmangels nicht durchführen.

Bauwirtschaft: Baufirmen reduzieren ihre Präsenz

Durch den Ölpreisverfall ist der Staat kaum noch in der Lage, Infrastrukturprojekte anzustoßen. Der Auftragseingang für Baufirmen ist derzeit gering. Viele Baufirmen haben ihre Präsenz auf ein Mindestmaß reduziert, Bouygues hat Gabun Ende 2017 gar verlassen. Maschinen werden schon seit Jahren kaum noch beschafft. Die Hoffnung, dass sich dies kurzfristig ändert, ist gering. Baufirmen und Ingenieurdienstleister sind zum Teil noch dabei, alte Forderungen einzutreiben. Es dominieren in Gabun nach wie vor internationale Baufirmen wie Acciona, Vinci (Sogea-Satom) oder Razel. In den vergangenen Jahren kamen auch chinesische Baufirmen auf den Markt wie China Harbour Engineering Company (CHEC). Als einziger deutscher Baumaschinenhersteller ist Bomag über den lokalen Distributoren LSA im Land präsent.

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Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
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Repräsentant: Johannes Kurt
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Ghana
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Delegierter: Dr. Marc Lucassen

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www.gtai.de
Edith Mosebach