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Branchencheck - Gambia (Juni 2018)

Banjul (GTAI) - Der politische Wechsel im Jahr 2017 bringt der Wirtschaft erstmals wieder Freiheit und damit auch einen vorerst zarten Aufschwung. In diversen Sektoren dürften die Geschäftsmöglichkeiten zunehmen. Das Gros der Bevölkerung verharrt jedoch nach wie vor in Armut. An der Konsumbereitschaft hat sich daher bislang nur wenig geändert. Sehr vielversprechend hingegen sind die Aussichten im Bausektor durch steigendes Engagement von privater Seite und der Geberorganisationen.

Energiewirtschaft: EU stellt 25 Millionen Euro für Solarprojekte bereit

Eine große Anzahl von Aktivitäten und Pläne bringen zahlreiche Beteiligungschancen. Die Stromversorgung ist derzeit äußerst schlecht und der Sektor muss neu aufgebaut werden. Seit Anfang 2018 liegt im Hafen Banjuls ein Schiff der türkischen Karpower, von dem aus ein 30-Megawatt-Schwerölgenerator zusätzlichen Strom liefert. Größte Geber im Sektor sind die EU und die Weltbank. Unter anderem soll der Stromversorger National Water & Electricity Company (NAWEC) entschuldet und umstrukturiert werden. Zudem soll das Übertragungsnetz ausgebaut und die veralteten Schwerölgeneratoren in Kotu und Brikama modernisiert werden. Im Rahmen des European Development Funds (EDF) werden von der EU 25 Millionen Euro für Solarprojekte bereitgestellt, an deren Implementierung auch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beteiligt sein soll.

Bauwirtschaft: Boom im privaten Wohnungsbau deutet sich an

Deutlich steigende Aktivitäten sind im Baugewerbe zu erwarten. Dies gilt jetzt bereits für den privaten Wohnungsbau. Die Grundstückspreise im Großraum Banjul sind deutlich gestiegen. Durchführer sind hier vor allem lokal ansässige Bauunternehmen wie Pinacle, Gai Enterprise, Swami oder Construct. Hinzu kommen dürften mittelfristig geberfinanzierte Infrastrukturvorhaben, wie der Ausbau des Hafens sowie die Erweiterung der Strom- und Wasserversorgung. Hierfür kommen in der Regel ausländische Baufirmen auf Projektbasis ins Land. Baumaschinendistributoren gibt es in Banjul nicht, einige bedienen den Markt von Dakar in Senegal aus. Werkzeuge, Armaturen und Baustoffe können über den in ganz Westafrika mit Filialen vertretenen Baufachmarkt Bâtimat vertrieben werden.

Gesundheitswirtschaft: Geber und Regierung erstellen Fahrplan für Projekte

Aktivitäten in Gambias Gesundheitssektor könnten in Zukunft aufgrund vermehrten Engagements der Geber wieder zunehmen. Der in Westafrika bis vor 15 Jahren vorbildliche Sektor ist zuletzt deutlich zurückgefallen. Dies gilt insbesondere für die medizinische Grundversorgung für Mütter und Kinder, in dem sich die Weltbank mit einem Projekt engagiert. Wohin in den kommenden Jahren das Geld der Geber fließen soll, erörtern führende Geber wie USAid, die Weltgesundheitsorganisation und die Weltbank mit dem Gesundheitsministerium. Ende 2018 soll dann eine Roadmap für die Maßnahmen im Gesundheitssektor stehen. Mit Afrimed und Medicare gibt es seit einigen Jahren auch zwei private Kliniken.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach