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Branchencheck Ghana (Februar 2018)

Accra (GTAI) - Aufgrund der seit 2014 anhaltenden schwachen Dynamik in der Wirtschaft bleiben in Ghana viele Sektoren hinter ihrem Potenzial zurück. Geschäftschancen sind für deutsche Zulieferer gleichwohl vorhanden. In einigen Infrastrukturbereichen wie der Energiebereitstellung kommt es zu größeren ausländischen Investitionen. Vielfach stellen auch Geber Kapital für Infrastruktur bereit, zum Beispiel im Abfall- und Wassersektor. Konsumnahe Bereiche profitieren vom Bevölkerungswachstum.

Chemieindustrie: Ghana will Flüssiggas von Gazprom importieren

Durch die zunehmende Öl- und Gasförderung sieht die ghanaische Regierung eine Zukunft in der Petrochemie. So möchte die Regierung das zusätzlich anfallende Erdgas für die Stromproduktion gewinnen. Im Jahr 2017 wurde mit Gazprom eine Übereinkunft über den Import von Flüssiggas für die Bedienung der Wärmekraftwerke getroffen. Im Hafen von Tema will Gazprom einen Regasifizierungsterminal bauen. Bereits 2016 wurde der Gasverarbeitungskomplex in Atuabo unter Sinopec fertig gestellt. Dort soll Erdgas, welches vor der Küste gefördert wurde, veredelt werden. Des Weiteren finden im Chemiesektor Investitionen im Bereich Körperpflege und Kosmetika statt. Unternehmen wie Ghandour importieren in der Regel chemische Vorprodukte und verarbeiten diese in Ghana.

Energiewirtschaft: Ghana setzt auf Wärmekraft

Ghana wird in den kommenden Jahren seine Stromerzeugungskapazitäten weiter ausbauen; vermutlich von derzeit etwa 3.600 auf 5.000 Megawatt im Jahr 2020. Die größeren Kraftwerksprojekte sind allesamt private Investitionen in Wärmekraftwerke, wie Cenpower Kpone Independent Power Plant (IPP; 360 Megawatt), Bridge Power IPP (400 Megawatt) und Amandi Energy Power Plant (200 Megawatt). Neben den Kraftwerkskapazitäten werden auch die Stromnetze weiter ausgebaut. Im Rahmen des West African Power Pool (WAPP) werden neue grenzüberschreitende Übertragungsleitungen gebaut. Eine wichtige Verbindung von Ghana über Togo und Benin bis nach Nigeria wird gerade ausgebaut, eine weitere in Richtung Burkina Faso ist geplant. Bei erneuerbaren Energien bestehen Chancen im Bereich Solar sowie bei Wind und Biomasse.

Bauwirtschaft: Ende des Booms

Die Aussichten für den Bausektor sind nach Jahren des Baubooms derzeit schlecht. Chancen für Zulieferer und Berater dürften daher vorerst geringer ausfallen. Weil der neuen Regierung aufgrund der hohen Staatsverschuldung bei Ausgaben die Hände gebunden sind, finden Infrastrukturprojekte fast nur noch mit Hilfe von Gebern statt oder sie werden komplett privat durchgeführt. Im Goldbergbau, der in guten Zeiten zahlreiche Aufträge für Erdbewegungsarbeiten an lokale Baufirmen vergab, herrscht bereits seit 2013 Stillstand. Nach wie vor werden zahlreiche private Hochbauprojekte im Großraum Accra durchgeführt. Der Bausektor Ghanas verfügt über einen hohen Professionalisierungsgrad und bestellt normalerweise hochwertiges Gerät.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Tansania
Tel: +255 754 309 150
Repräsentant: Dr. Jennifer Schwarz

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach