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Branchencheck Kamerun (Februar 2018)

Jaunde/Duala (GTAI) - In zahlreichen Bereichen der kamerunischen Wirtschaft dürften Liefer- und Beratungschancen in den kommenden Jahren bestehen. Daran können auch deutsche Unternehmen partizipieren, sofern sie den Markt aktiv bearbeiten. Äußerst attraktiv dürfte der Konsumgütermarkt bleiben: Kamerun ist der regionale Versorger für Zentralafrika. Darüber hinaus werden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt. Ob deutsche Unternehmen über Geschäftschancen verfügen, hängt vom Finanzier des Projekts ab.

Energiewirtschaft: Jährlich neue Kraftwerksprojekte

Aufgrund der ständigen Stromausfälle haben Investitionen in die Stromversorgung Priorität seitens der Regierung und dürften in nächster Zeit für Geschäftschancen sorgen. Bei einem jährlich etwa um 7,5 Prozent zunehmenden Strombedarf müssen pro Jahr etwa 100 Megawatt zusätzlich installiert werden. Näher rückt nach der Unterzeichnung des Stromabnahmevertrags im Jahr 2017 der Baubeginn des Nachtigal-Staudamms (420 Megawatt), an dem Electricite de France (EDF) mit 40 Prozent beteiligt ist. Mit dem Complex Hydroelectrique de Makay ist ein weiteres größeres Wasserkraftwerk mit marokkanischen Investoren im Gespräch. Auch das Netz des privaten nationalen Stromversorgers Energy of Cameroon (Eneo), hinter dem der Actis-Investmentfonds steht, bedarf umfassender Investitionen.

Bauwirtschaft: Maschinen werden zunehmend geleast

Kameruns Bausektor verzeichnet weiterhin hohen Auftragseingang durch Infrastrukturmaßnahmen. Marktführer wie Razel (Fayat-Gruppe), Sogea-Satom (Vinci), Arab Contractors oder B6 beschaffen dafür bestes Gerät. Vermehrt werden Maschinen von den Händlern geleast. Einige chinesisch-finanzierte Großprojekte wie der Bau des Tiefseehafens in Kribi werden von den immer präsenteren chinesischen Baufirmen wie China Harbour Engineering Company (CHEC) durchgeführt. Diese greifen soweit möglich auf chinesisches Gerät zurück. Bomag ist über den Distributoren Bia präsent, Liebherr und Wirtgen über Kanu Equipment. Chancen bestehen bei größeren Bauprojekten auch für technische Beratung. Mit weiteren Investitionen wird bei der Zementproduktion gerechnet, die bereits in den vergangenen Jahren erweitert wurde.

Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei: Dynamik beim Tropenholzabbau

Kameruns Landwirtschaft ist der Brotkorb Zentralafrikas, verzeichnet allerdings seit einigen Jahren kaum noch größere Investitionen. Dynamik herrscht in der Forstwirtschaft. Ausrüstungen und Lastkraftwagen werden hierfür in großem Umfang bestellt. Agrochemie und Landtechnik werden regelmäßig von größeren Agrar-Anbaugesellschaften bestellt, darunter die Societe des Plantations du Haut Penja (PHP; Tropenfrüchte), die Societe Sucriere du Cameroun (SOSUCAM; Zucker) oder SODECOTON (Baumwolle). Die Kleinbauern, die beim Anbau von Mais, Hirse, Sorghum, Reis und Kassava für den lokalen Markt dominieren, werden durch Geberprogramme wie Projet d'investissement et de developpement des marches agricoles (PIDMA) von der Weltbank unterstützt.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach