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Branchencheck - Kenia (Juni 2018)

Nairobi (GTAI) - Mit Einfuhren kann man in Kenia meist mehr Geld verdienen, als mit einer lokalen Produktion. Damit steigen Importabhängigkeit und Arbeitslosigkeit. Die Regierung versucht relativ erfolglos mit immer neuen Regeln gegenzusteuern. Besser wären zeitgemäße Infrastrukturen, weniger Bürokratie, eine spürbar verringerte Korruption, mehr Rechtsstaatlichkeit und weniger Kartelle. Im Vergleich zu den Nachbarländern droht Kenia zurückzufallen.

Maschinenbauindustrie: Kleiner Markt mit zunehmender Importabhängigkeit

Kenia hat bislang mangels Marktgröße keine nennenswerte Maschinenbauindustrie. Dem Vernehmen nach haben allerdings chinesische Firmen ein Interesse am Aufbau von lokalen Montageeinheiten - nicht zuletzt, um eigene Exportinteressen und die chinesische Dominanz bei Infrastrukturprojekten zu festigen. Zu konkreten Projekten dürfte es vor allem dann kommen, wenn geplante Industriezonen realisiert werden - bis dahin dürften aber noch ein paar Jahre vergehen. Kenia ist ansonsten im ostafrikanischen Kontext ein führender Importeur von Maschinen, die vornehmlich aus der VR China, Indien und den USA kommen. Deutschland lieferte 2017 für 98,1 Millionen Euro Maschinen, Apparate und mechanische Geräte (WA84) nach Kenia.

Chemieindustrie: Wenig mehr als Mischen und Abfüllen

Kenia hat nur eine sehr kleine Chemiebranche, die nicht viel mehr macht, als importierte Einsatzmittel zu mischen und zu verpacken. Für den Aufbau einer eigenen Industrie ist der Markt zu klein und die Produktionskosten sind zu hoch. Das Land bleibt damit weiterhin in hohem Maße auf Importe angewiesen. Die Einfuhren erreichten 2013 (letzte Zahlen von Comtrade) rund 2,28 Milliarden US-Dollar (US$), 14 Prozent der Gesamteinfuhren. Kenias wichtigste Chemielieferanten sind Indien, Saudi-Arabien und die VR China. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lieferte Deutschland 2017 für 58,5 Millionen Euro chemische Erzeugnisse (SITC-5) nach Kenia, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit einer nennenswerten Veränderung dieses Niveaus ist kaum zu rechnen. Gefragt ist vor allem deutsche Bauchemie.

Energiewirtschaft: Visionen für Kohle und Kernkraft

Kenia verfolgt seit Jahren höchst ambitionierte Stromerzeugungsziele. Vieles ist jedoch reines Wunschdenken. Stromabschaltungen und hohe Erzeugungspreise behindern weiterhin die Wirtschaft. Eine umweltpolitische Überzeugung ist nicht zu erkennen: So propagiert Kenia sowohl Wind- und Geothermie-Kraftwerke, will langfristig aber auf Kohle- und Kernkraftwerke setzen. Sinnvoller wäre vermutlich ein umfassender Stromimport aus Äthiopien, wenn dessen neue Wasserkraftwerke ans Netz gehen. Für deutsche Firmen sind grundsätzlich private und durch Geber finanzierte Projekte interessant, weil bei diesen eine akzeptable Zahlungsmoral erwartet werden kann. Deutschland lieferte 2017 für 23,5 Millionen Euro elektrotechnische Erzeugnisse (WA 85) nach Kenia, fast so viel wie im Vorjahr.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Tansania
Tel: +255 754 309 150
Repräsentant: Dr. Jennifer Schwarz

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach