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Branchencheck Kenia (November 2017)

Nairobi (GTAI) - In Kenia kann man mit Importen meist mehr Geld verdienen, als mit einer lokalen Produktion. Damit steigt die Importabhängigkeit und der Zustrom an Fertigprodukten. Die Regierung versucht, durch Verbote und Steueranreize gegenzusteuern. Besser wären zeitgemäße Infrastrukturen, ein größerer Freiraum für Unternehmen, eine spürbar verringerte Korruption, mehr Rechtsstaatlichkeit und weniger Kartelle.

Maschinenbauindustrie: Chinesen auf dem Vormarsch

Kenia hat bislang mangels Marktgröße keine nennenswerte Maschinenbauindustrie. Dem Vernehmen nach haben allerdings chinesische Firmen ein Interesse am Aufbau von lokalen Montageeinheiten - nicht zuletzt, um chinesische Exportinteressen und die chinesische Dominanz bei Infrastrukturprojekten zu festigen. Dabei wird aber erst einmal die weitere politische Entwicklung nach den "schwierigen" Wahlen abgewartet. Kenia ist ansonsten im ostafrikanischen Kontext ein führender Importeur von Maschinen, die vornehmlich aus der VR China, Indien und den USA kommen. Deutschland lieferte 2016 für 95,1 Millionen Euro Maschinen, Apparate und mechanische Geräte (WA84) nach Kenia.

Chemieindustrie: Wenig mehr als Mischen und Abfüllen

Kenia verfügt über eine sehr kleine Chemiebranche, die importierte Einsatzmittel mischt, abfüllt beziehungsweise verpackt. Für den Aufbau einer eigenen nennenswerten Chemieindustrie ist der Markt zu klein und die Produktionskosten sind zu hoch. Das Land bleibt damit weiterhin in hohem Maße auf Importe angewiesen. Die Einfuhren erreichten 2013 (letzte Zahlen von Comtrade) rund 2,28 Milliarden US-Dollar (US$), 14 Prozent der Gesamteinfuhren. Zu den wichtigsten Lieferanten zählen Indien, Saudi-Arabien und die VR China. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lieferte Deutschland 2016 für 51,4 Millionen Euro chemische Erzeugnisse (SITC-5) nach Kenia, 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit einer nennenswerten Veränderung dieses Niveaus ist kaum zu rechnen.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
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www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
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Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
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Angola
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Delegierter: Ricardo Gerigk

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Tel: +233 302 631 681/2/
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Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
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Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

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Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
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www.gtai.de
Edith Mosebach