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Branchencheck Sierra Leone (Januar 2018)

Freetown (GTAI) - Sierra Leone ist ein unterversorgter Markt. Ausländische Unternehmen sind nur mit wenigen Ausnahmen vor Ort präsent, zum Beispiel im Bergbau. Der lange Bürgerkrieg sowie die Ebola-Epidemie haben viele Unternehmen dazu veranlasst, das Land zu verlassen. Geblieben sind viele lokale Familienunternehmen vor allem in Hand von Libanesen. Für Zulieferer ergeben sich immer wieder Chancen bei Aufträgen für Infrastrukturprojekte oder Minen. Auch muss ein Großteil der Konsumgüter importiert werden.

Energiewirtschaft: Liberalisierung des Stromsektors schreitet voran

Chancen für Zulieferer im Bereich der Stromversorgung gibt es. Das Stromnetz der Electricity Distribution and Supply Authority (EDSA) soll mit Unterstützung der Weltbank ausgebaut werden. Die Regierung ist zudem offen für Privatinvestoren (sogenannte Independent Power Producer, IPP) für Kraftwerke. Im Rahmen des Copperbelt Energy Corporation Africa (CECA) IPP soll in Freetown ein Schwerölkraftwerk (57 Megawatt) entstehen. Zudem soll das existierende Wasserkraftwerk Bumbuna um 143 Megawatt ausgebaut werden. Aufgrund der schlechten Stromversorgung spielt der Verkauf von Dieselgeneratoren eine wichtige Rolle. Es dominieren die Marken Perkins, SDMG und Cummins. Gepaart mit Solarsystemen führen sie zu interessanten Einsparmöglichkeiten vor allem bei größeren Unternehmen, Hotels oder Supermärkten.

Bauwirtschaft: Viel Aktivität, aber wenig Bedarf an deutschen Maschinen

Bauprojekte im Großraum Freetown gibt es reichlich. Allerdings handelt es sich hierbei entweder um private Projekte, die mit kleineren Baufirmen durchgeführt werden. Oder es gibt geberfinanzierte Infrastrukturprojekte, wie die Mautstraße von Freetown nach Masiaka, die von Chinesen gebaut werden. Chancen für deutsche Beteiligungen im Bausektor sind gering. Teures Equipment wird von der senegalesischen CSE oder Salini mit italienischen Wurzeln gekauft, selten von den zumeist libanesischen Baufirmen. Nur bei aufwändigen Großprojekten oder größeren Bergbauinvestitionen, die derzeit nicht anstehen, kommen hochwertige Baumaschinen zum Zuge. Für deutsche Marken gibt es derzeit keinen Handelsvertreter in Freetown.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Tansania
Tel: +255 754 309 150
Repräsentant: Dr. Jennifer Schwarz

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach