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Branchencheck - Simbabwe (Mai 2018)

Johannesburg (GTAI) - In Simbabwe hoffen zahlreiche Wirtschaftszweige auf einen Aufschwung. Die Vorreiterrolle spielt die Bergbauindustrie, die in den kommenden Jahren mit hohen Produktionssteigerungen rechnen kann. Verbesserte Rahmenbedingungen könnten einige der vom früheren Staatschef Mugabe vertriebenen Farmer zurücklocken. In der Nahrungsmittel- und Textilindustrie wollen viele Firmen ihre Anlagen erneuern, leiden aber unter dem Devisenmangel. Massiver Aufholbedarf besteht im Infrastrukturbereich.

Chemieindustrie: Gassektor soll in Schwung kommen

Simbabwe hat lediglich eine kleine chemische Industrie, die sich vor allem auf die Herstellung von Düngemitteln und Haushaltschemikalien konzentriert. Die lokalen Produktionskapazitäten für die Düngemittelerzeugung dürften sich auf rund 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr belaufen, wodurch der landesweite Bedarf gedeckt werden kann. Zu den großen Herstellern zählen Zimbabwe Fertilizer Company und Sable Chemicals. Neue Investitionen könnten in die Erschließung von Kohleflözmethan fließen. Simbabwe dürfte über Reserven von mindestens 765 Milliarden Kubikmeter verfügen. Als erstes Unternehmen will Shangani Energy die Förderung starten und bis 2020 rund 120 Millionen US-Dollar (US$) für zwei Bohrungen ausgeben, die ein 12 Megawatt Pilotkraftwerk befeuern sollen. Langfristig sollen über 700 Millionen US$ investiert werden.

Energiewirtschaft: Erzeugungsdefizit soll abgebaut werden

Im Winter 2018 dürfte die Spitzenlast auf rund 1.900 Megawatt steigen, eine Größenordnung, die das Land nicht selbst erzeugen kann. Häufig entsteht ein Defizit von bis zu 400 Megawatt, das mit Importen aus Südafrika und Mosambik gedeckt wird. Die Zimbabwe Power Corporation (ZPC) plant, mit der chinesischen Sinohydro das Hwange Kohlekraftwerk um 600 Megawatt auszubauen. Auch drei Solar-Photovoltaik (PV)-Kraftwerke mit jeweils 100 Megawatt sollen mit chinesischen Partnern realisiert werden. Der Bergbaukonzern RioZim will in Gokwe North zudem ein Kohlekraftwerk für zunächst 700 Megawatt errichten. Auch Makomo Resources (660 Megawatt) und Liberation Mining (100 Megawatt) haben Kohlekraftwerke in der Planung. Makomo Resources will zusätzlich noch eine Solar-PV-Anlage (100 Megawatt) in Angriff nehmen.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach