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Branchencheck Tansania (November 2017)

Nairobi (GTAI) - Tansania hat eines der größten Wirtschaftspotenziale in Ostafrika: Es ist wichtiges Transitland und verfügt über riesige fruchtbare Landstriche. Enorme Erdgasvorkommen und viele andere Bodenschätze ließen sich industriell nutzen. Während sich das Land aktiv um seine infrastrukturellen Defizite kümmert, kommt die Politik mit der Schaffung angemessener administrativer Rahmenbedingungen für Investoren nicht nach. Im Gegenteil: 2017 war ein Jahr neuer Hürden.

Maschinenbauindustrie: Nennenswerte Nachfrage, aber keine eigene Produktion

Die tansanische Industrie steht erst am Anfang ihrer Entwicklung. Verarbeitet werden bislang vornehmlich landwirtschaftliche Erzeugnisse. Dies könnte sich ändern, wenn erst einmal die umfangreichen Gasvorkommen genutzt werden können und eine Wertschöpfungskette für andere Bodenschätze aufgebaut werden kann. Bis es soweit ist, müssten allerdings noch viele Hürden genommen werden. Parallel dazu setzt Tansania auf einen massiven Ausbau seiner Infrastruktur, insbesondere im Energie- und Transportsektor. Im Klartext: Die Importe von Kapitalgütern werden in den nächsten Jahren weiter anziehen. Deutschland war 2016 in Tansania nicht erfolgreich und lieferte lediglich für 34 Millionen Euro Maschinen, Apparate und mechanische Geräte (WA84), 10 Prozent weniger als im Vorjahr.

Chemieindustrie: Erdgasgestützte Industrie rückt weiter in die Ferne

Tansania würde gerne dank seiner riesigen Erdgasvorkommen eine Chemieindustrie aufbauen. Die Kosten dafür würden sich auf 30 Milliarden US-Dollar belaufen (Förderung, Transport, Verflüssigung) - für das arme Land eine kaum vorstellbare Größenordnung. Dabei sind die beteiligten internationalen Firmen vornehmlich an einer Verflüssigung und Exportproduktion interessiert. Und das auch nur, wenn die Weltnachfrage anzieht und Tansania günstige Rahmenbedingungen schafft. Ohne Hilfe wird Tansania es nicht schaffen, weil weder das Geld noch das Know-how vorhanden sind. Ohne eine beschlossene Verflüssigung aber gibt es wohl keine Förderung und damit auch nicht die erhoffte Düngemittelfabrik (mit deutscher Beteiligung).

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Tansania
Tel: +255 754 309 150
Repräsentant: Dr. Jennifer Schwarz

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach