Zurück
  • Home
  • Deutsche Unternehmen im südlichen Afrika gut...

Deutsche Unternehmen im...

Deutsche Unternehmen im südlichen Afrika gut präsent

Johannesburg (GTAI) - Der Zufluss ausländischer Direktinvestitionen (FDI) in das südliche Afrika war 2016 rückläufig. Insbesondere in Südafrika hatte sich das Investitionsklima zuletzt eingetrübt. Deutsche Unternehmen sind am Kap dennoch stark vertreten. Die Geschäftstätigkeit in Bereichen wie Kfz-Fertigung, Transport und Medizintechnik wird ausgebaut. Probleme treten hingegen im Sektor der erneuerbaren Energien auf. Auch in anderen Länder wie Namibia und Mosambik gibt es deutsche Präsenz.

Die Region des südlichen Afrika verzeichnete 2016 FDI-Zuflüsse von 21,2 Milliarden US-Dollar (US$). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Abnahme um 18 Prozent. Die meisten Gelder flossen in die portugiesischsprachigen Länder Angola (14,4 Milliarden US$) und Mosambik (3,1 Milliarden US$). Mit 2,3 Milliarden US$ verzeichnete Südafrika ein enttäuschendes Ergebnis.

Dies dürfte insbesondere an dem schwierigen Investitionsklima in der Kaprepublik liegen. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts soll bis mindestens 2020 die 2 Prozent-Marke verfehlen. Die Wirtschaft Südafrikas wurde zudem von einem massiven Vertrauensverlust erfasst. Unter Staatspräsident Jacob Zuma kam es in den vergangenen Jahren zu ausufernder Korruption und einer Unterwanderung des Staates durch private Interessengruppen. Unternehmen beklagen politische Unsicherheit und eine inkonsistente Regierungsführung.

Zu Hoffnung Anlass gibt die Wahl von Cyril Ramaphosa zum neuen Präsidenten der Regierungspartei African National Congress (ANC) im Dezember 2017. Dieser dürfte spätestens 2019 auch die Regierungsgeschäfte übernehmen. Ramaphosa verspricht die Bekämpfung der Korruption und will die Wirtschaft mit Reformen wieder auf Kurs bringen.

Unternehmen litten 2017 zudem unter einer Verschärfung der Black Economic Empowerment (BEE)-Gesetzgebung. BEE zielt ab auf eine wirtschaftliche Gleichstellung der schwarzen Bevölkerung, zum Beispiel durch die Abgabe von Unternehmensanteilen, und ist vor allem bei öffentlichen Ausschreibungen und für Zulieferunternehmen relevant. Durch die strengeren Vorschriften wurden einige deutsche Firmen in ihrer Einstufung abgewertet, sodass bereits Aufträge verloren gingen.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Tansania
Tel: +255 754 309 150
Repräsentant: Dr. Jennifer Schwarz

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach