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Deutscher Afrikahandel legt...

Deutscher Afrikahandel legt 2017 überproportional zu

Nairobi (GTAI) - Der deutsche Außenhandel konnte 2017 um beachtliche 7,2 Prozent zulegen, so die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Afrika war mit einem Zuwachs um 11,7 Prozent dabei. An der marginalen Bedeutung des Kontinents für den deutschen Außenhandel ändert das allerdings wenig: Nur 2,0 Prozent aller Exporte gehen nach Afrika und 2,0 Prozent aller Importe kommen von dort. Die Highlights: Nigeria und Südafrika kaufen wieder mehr, während Libyen als wichtiger Öllieferant punkten kann.

Die deutliche Steigerung des deutschen Außenhandels mit Afrika ging vornehmlich auf das Konto von Importen, die 2017 um 22,1 Prozent auf 20,34 Milliarden Euro zulegten, während es weltweit plus 8,3 Prozent waren. Dabei stiegen die Importe aus Subsahara-Afrika um 13,6 Prozent auf 12,37 Milliarden Euro, während die aus Nordafrika um 28,0 Prozent auf 7,99 Milliarden Euro kletterten. Der Hauptgrund: Um 360 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro gestiegene deutsche Ölimporte aus Libyen.

Trotz Erfolgen bleibt Afrika ein marginaler Partner

Bei den Exporten war Afrika insgesamt betrachtet weiterhin ein Stiefkind des deutschen Außenhandels. Während die weltweiten Ausfuhren 2017 um 6,2 Prozent zulegten, waren es bei Afrika nur 4,7 Prozent. Dabei enttäusche vor allem Nordafrika, das 2016 noch kräftige Steigerungen bei den Importen aus Deutschland zu verzeichnen hatte, 2017 aber nur um 2,7 Prozent mehr nachfragte. Besser waren die Zahlen aus Subsahara-Afrika, das 2017 rund 6,4 Prozent mehr Waren abnahm als im Vorjahr. Für diesen Zuwachs waren vor allem die afrikanischen Schwergewichte Nigeria und Südafrika verantwortlich.

Maghreb-Staaten, Südafrika und Nigeria dominieren den Handel

Für die deutsche Exportwirtschaft spielt die Musik unverändert in den vier nordafrikanischen Staaten Ägypten, Algerien, Marokko und Tunesien sowie südlich der Sahara in der Republik Südafrika und Nigeria. Diese sechs Länder konnten 2017 rund 85 Prozent aller deutschen Exporte nach Afrika auf sich vereinen. Alle anderen Länder fallen dahinter stark zurück. Erwähnenswert ist ansonsten die Zunahme der deutschen Lieferungen nach Sudan, die 2017 um 35 Prozent auf 231 Millionen Euro stiegen. Die Lockerung US-amerikanischer Sanktionen Anfang Oktober 2017 dürfte auch deutsche Exporte in das Land weiter begünstigen.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Tansania
Tel: +255 754 309 150
Repräsentant: Dr. Jennifer Schwarz

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach