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Die Afrikanische Entwicklungsbank als Katalysator für Afrikas Wandel

Bonn (GTAI) - In einem Interview mit Germany Trade & Invest schilderte Ronald Meyer kurz vor seinem Abschied von der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) in Abidjan, Cote d'Ivoire, seinen Blick auf Institution und Kontinent. Meyer war von September 2014 bis August 2017 Exekutivdirektor für die Mitgliedsstaaten Deutschland, Schweiz und Portugal. Mit der Innenperspektive aus der größten regionalen Finanzierungsinstitution für Entwicklungsprojekte in Afrika und als Kenner des afrikanischen Kontinents zieht er Bilanz.

GTAI: Wohin steuert die AfDB unter ihrem Präsidenten Akinwumi Adesina, der der Bank mit seinen sogenannten High 5 ambitionierte Ziele bis 2025 gesetzt hat?

Meyer: Präsident Adesina hat von Anfang an klar gemacht, dass er nicht zur Bank gekommen ist, um "business as usual" zu betreiben. Seine High 5, also Energie, Landwirtschaft/Ernährungssicherung, Industrialisierung, regionale Integration und Erhöhung der Lebensqualität, setzen an den richtigen Schnittmengen zwischen nachhaltigen Entwicklungszielen und dem an, wo die Bank einen Schub geben kann.

GTAI: Präsident Adesina macht also richtig Tempo?

Meyer: Adesina will den Wandel des Kontinents voranbringen, Afrika in für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung wichtigen Themenfeldern wie Energie weiter bringen, und er akzeptiert nicht einfach, dass Probleme sich hinschleppen. Das hat er auch schon als nigerianischer Landwirtschaftsminister so gehalten. Dazu sind natürlich deutlich massivere und abgestimmte Anstrengungen nicht nur der Bank, sondern auch der afrikanischen Regierungen, des Privatsektors und anderer Geber nötig.

GTAI: Die High 5 bilden den Kern des neuen Strategierahmens der Bank: Wie schätzen Sie Anspruch und Wirklichkeit in diesen fünf Bereichen ein?

Meyer: Der Anspruch ist sehr hoch, aber er ist auch berechtigt: Damit in diese Bereiche Bewegung kommt, braucht es mehr politischen Druck und Ressourcen. Natürlich geht es bei Ressourcen nicht nur um Finanzmittel. Um beim Beispiel des Energiezugangs für alle Afrikaner bis 2025 zu bleiben: Natürlich ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass es uns gelingt, dieses Ziel komplett zu erreichen. Aber Adesinas Punkt ist: Wir müssen unsere Anstrengungen stärker bündeln, Regierungen, Privatsektor und andere Akteure müssen und wollen mehr tun und dürfen nicht vor der Aufgabe zurückschrecken. Dann können wir eine Transformationsdynamik erzeugen, die sich mit der Zeit selbst trägt. Wenn es Bangladesch von 2012 bis 2014 gelungen ist, zwei Millionen Haushalte mit solar home systems zu versehen, kann das auch in einigen afrikanischen Ländern klappen. Und es gibt ja auch in Deutschland Akteure aus dem Privatsektor, die diese Chance sehen und wahrnehmen. Und wenn es einigen Ländern in dieser Phase niedriger Ölpreise gelingt, einige Subventionen herunterzufahren, dann kann das bei 168 Milliarden US-Dollar (US$) an Strom- und Treibstoffsubventionen in 2015 ein paar Milliarden Luft für zukunftsträchtige Energieinvestitionen geben. Wenn man bedenkt, dass afrikanische Staaten in 2015 nur rund 8 Milliarden US$ in den Sektor investiert haben, sieht man schon, dass dies helfen würde.

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Edith Mosebach