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Ein Freihandelsabkommen für ganz Afrika

Nairobi (GTAI) - Vertreter von 44 afrikanischen Staaten haben am 21. März 2018 auf einem Sondergipfel der Afrikanischen Union (AU) in der ruandischen Hauptstadt Kigali ein Freihandelsabkommen für ganz Afrika beschlossen. Der Schritt wurde als historischer Meilenstein gefeiert, der Wachstum und Jobs bringen soll. Allzu schnell wird es aber wohl nicht gehen: Der Beschluss gibt mehr die Marschrichtung vor, konkrete Beschlüsse müssen nun folgen und Hintertüren geschlossen werden - und das wird dauern.

In Kigali hatten nur wenige damit gerechnet, dass es tatsächlich zu einer Vereinbarung für die Continental Free Trade Area (CFTA) kommen würde. Unerschlossene Investitions- und Handelspotenziale könnten nun freigesetzt werden, schreibt die ostafrikanische Wochenzeitung "The EastAfrican". Nur 16 Prozent des afrikanischen Handels entfallen bislang auf innerafrikanische Geschäfte, in Asien sind das 51 Prozent und in Europa 70 Prozent. Tatsächlich begrenzt die Zersplitterung das Wachstum und behindert die Entwicklung, nicht zuletzt wegen restriktiver Handels- und Zollvorschriften. Hinzu kommt eine mangelnde Infrastruktur. Die Afrikanische Union hat bei der Vermeidung von Konflikten bereits positiv gewirkt und ist auch der Hauptmotor für die wirtschaftliche Integration des Kontinents.

Bis es so weit ist, müssen die Staaten, die das Abkommen unterzeichnet haben, binnen der nächsten fünf Jahre 90 Prozent ihrer Zölle im innerafrikanischen Handel abschaffen. Das ist leichter gesagt als getan. Überall gibt es Kartelle, die mit der Politik verwoben sind. So gehört zum Beispiel der kenianischen Präsidentenfamilie die größte Molkerei des Landes, die durch Einfuhr- und Abgaberegelungen vor ausländischer Konkurrenz geschützt wird.

Wenn aber schon Kenia, dass zumindest in Afrika durchaus konkurrenzfähig ist, mit dem Abkommen seine Schwierigkeiten haben dürfte, ist dies umso viel mehr andernorts der Fall. Das Gros der von afrikanischen Ländern importierten Waren und Dienstleistungen kann auf dem Kontinent derzeit noch nicht hergestellt werden, zumindest nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen.

Zölle sind wichtige Einnahmequelle

Dazu kommt, dass Zölle in den meisten afrikanischen Ländern die einzigen halbwegs sicheren Einnahmequellen sind, die kontrolliert werden können. Kenia, um bei dem Länderbeispiel zu bleiben, ist hoch verschuldet. Es muss deshalb versuchen, wo immer es geht, Einnahmen generieren.

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Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
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Repräsentant: Johannes Kurt
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Delegierter: Ricardo Gerigk

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Tel: +233 302 631 681/2/
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Kenia
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Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach