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Energiemärkte in Subsahara-Afrika

Bonn (GTAI) - Eines haben alle afrikanischen Länder südlich der Sahara gemeinsam: Der Energiehunger ist enorm und wächst weiter. Wie der dringend notwendige Ausbau der Energieversorgung erfolgt, ist jedoch höchst unterschiedlich und hängt von den geographischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern ab. Konventionelle Energieträger spielen nach wie vor eine entscheidende Rolle, vielfach gewinnen aber auch erneuerbare Energien an Relevanz.

Äthiopien: Angestrebter Aufstieg zu Afrikas größtem Stromexporteur

Die äthiopische Energiewirtschaft ist eines der großen ökonomischen Standbeine des Landes. Mit immer neuen Mega-Kraftwerken möchte das Land zum führenden Stromexporteur Afrikas aufsteigen. Der bisherige Energieträger der Wahl ist Wasser. Aber auch bei Geothermie und Windkraft werden große Potenziale gesehen und erste Schritte unternommen. Während die ersten Großkraftwerke schrittweise ans Netz gehen beziehungsweise kurz davorstehen, wird an den notwendigen Überlandleitungen mit Hochdruck gearbeitet. Relativ still ist es derweil in Bezug auf Abnahmeverträge mit ausländischen Stromkunden - vom kleinen Dschibuti einmal abgesehen. Vor allem Kenia könnte von billigem äthiopischem Strom profitieren, würde damit aber eigene Defizite eingestehen und scheint sich deshalb noch zu zieren.

Cote D'Ivoire: Zügiger Ausbau der Infrastruktur

Côte d'Ivoire treibt den Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten und -netze auch in den kommenden Jahren weiter voran. Die Kapazität soll von derzeit etwa 2.000 auf 4.000 MW im Jahr 2020 erhöht werden. Chancen für Zulieferer und Dienstleister bestehen in großer Zahl. Derzeit im Bau befinden sich das Wasserkraftwerk Soubré (Sinohydro) und das private Gaskraftwerk in Songon von Starenergie2073. Außerdem wird das privat betriebene Gaskraftwerk der Compagnie ivoirienne de production d'électricité (Ciprel) ausgebaut auf eine Kapazität von 556 MW. Vor allem mit Gebermitteln werden die Übertragungs- und Verteilungsnetze des Landes erweitert. So sollen unter anderem im Rahmen des West African Power Pools Leitungen nach Liberia, Guinea und Mali verlegt werden.

Dschibuti: Ambitionierte Ziele bei erneuerbaren Energien

Dschibuti möchte den Anteil erneuerbarer Energien am nationalen Energiemix nachhaltig erhöhen und bis 2020 auf 100% steigern. Hintergrund ist eine noch hohe Abhängigkeit von Dieselgeneratoren und mit die höchsten Energiepreise in Afrika. Aktueller Schwerpunkt der Anstrengungen ist die Geothermie, der großes Potenzial nachgesagt wird. Daneben gibt es noch ambitionierte Solarenergieprojekte. Anbieten würde sich derweil ein verstärkter Stromimport aus Äthiopien, das demnächst eine hohe Überproduktion aus Wasserkraft haben wird. Deutschland ist bislang nicht nennenswert im Geschäft und lieferte 2016 für 347.000 Euro Geräte zur Stromerzeugung und -verteilung (EGW861) nach Dschibuti.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 265 1907 / 8
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach