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Erfolgreiches Kunststofftüten-Verbot in Kenia

Nairobi (GTAI) - Kenias Verbot von Polyethylen-Tüten greift und wird beachtet. Selbst am Flughafen wird kontrolliert. Wichtiger noch: Erstmals gibt es gute Hoffnung, dass das Momentum anhält und der Umweltschutz an Bedeutung gewinnen wird. Viele Verpackungshersteller wurden derweil auf kaltem Fuß erwischt, weil sie die Zeichen der Zeit ignoriert und angekündigte Verbote nicht ernst genommen hatten. Nun müssen sie schleunigst umrüsten - für deutsche Anbieter von Verpackungstechnik neue Absatzchancen.

Seit 15 Jahren versucht Kenia, Plastiktüten zu verbieten, in die bis zum 28. August 2017 alles eingepackt wurde, was man kaufen konnte. Für jede Gemüse- und Obstsorte gab es eine separate Tüte, Lebensmittel wurden selbstverständlich getrennt von Putzmitteln verpackt. Und weil viele kleine Tüten unpraktisch zu tragen sind, wanderten sie am Schluss in ein paar große Kunststofftragetaschen - alles kostenlos.

Kunststofftüten schädlich für Tier- und Umwelt

Für die Umwelt ist das bislang eine Katastrophe: Wer auf dem Weg in den kenianischen Vorzeigewildpark Masai Mara ist, fährt mitunter durch völlig zugemüllte Landschaften. Kleine Plastiktüten hängen an jedem Zaun, Baum und Strauch - die "Blumen Afrikas", sagen Zyniker. Besucher sind regelmäßig angewidert, berichten Reiseveranstalter. Auch ein anderes Juwel des Landes, der Nakuru-See, wird regelmäßig mit ungeklärten Abwässern voller Plastiktüten gespeist - mit tödlichen Folgen für Flusspferde und andere Lebewesen.

In der Hauptstadt gibt es in der Regenzeit immer mal wieder Überschwemmungen, weil die Bäche der Stadt längst zu Kloaken verkommen sind und die darin schwimmenden Plastiktüten zu Stauungen führen. Vor zwei Jahren war deshalb der internationale Flughafen nicht mehr erreichbar, während Schulkinder bis in die frühen Morgenstunden in ihren Schulbussen festsaßen.

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Edith Mosebach