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Geld fließt in Ghanas marodem Wassersektor nur spärlich

Accra (GTAI) - In Ghana ist die Notwendigkeit von Investitionen im Wasser- und Abwasserbereich groß. Allerdings fließt zu wenig Geld in diese Bereiche. Beide Sektoren sind wenig kommerziell strukturiert und genießen politisch nur begrenzte Priorität. Dennoch dürfte es auch bei geberfinanzierten Projekten weiterhin regelmäßig zu Liefer- und Beratungsmöglichkeiten kommen. Beobachter hoffen auf zunehmende Aktivitäten des Privatsektors. Einschlägige deutsche Unternehmen sind in Ghana bislang kaum präsent.

Insbesondere im rasch wachsenden Großraum Accra-Tema dürften sich in Ghana in den kommenden Jahren kontinuierlich Geschäftschancen für ausländische Unternehmen auftun. Im Rahmen von geberfinanzierten Projekten zur Wasserver- und -entsorgung gibt es immer wieder Liefer- und Beratungschancen. Vor allem die für die städtische Wasserversorgung zuständige Ghana Water Corporation (GWC) dürfte in Kooperation mit ausländischen Gebern investieren.

Da bei Frisch- und Abwasser weitreichende Mängel vorliegen, ist die Palette der zu erwartenden Maßnahmen breit. Vor allem die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank (African Development Bank; AfDB) sowie die niederländische Regierung engagieren sich in diesen Bereichen.

Eines der größten längerfristig angelegten Projekte ist derzeit das von der Weltbank mit 150 Millionen US-Dollar finanzierte Greater Accra Metropolitan Area (GAMA) Sanitation and Water Project. Alleine etwa 50 Prozent des Geldes sollen an die GWC fließen. Neue Projekte in dem Sektor haben die AfDB sowie die VR China angekündigt. Zuletzt gab es auch Meldungen, dass die VR China 2 Milliarden US$ für den Abwasserbereich bereitstellen wolle.

Chinesen haben Abwasserentsorgungsanlage "Lavender Hill" gebaut

Bereits mit chinesischer Unterstützung fertiggestellt wurde die Abwasseraufbereitungsanlage "Lavender Hill" in Accra. Das vom ghanaischen Müllentsorger Zoomlion betriebene Werk reinigt seit Januar 2017 das mit Lkw aus den zahlreichen Klärgruben angelieferte Abwasser. Zuvor hatten die Entsorger die Kloake ungereinigt ins Meer gekippt. "Lavender Hill" ist die derzeit einzige voll funktionsfähige Kläranlage in Ghana. Auch Städte wie Kumasi, Takoradi oder Tamale benötigen dringend derartige Anlagen, denn bislang werden dort die Fäkalien ebenfalls mehr oder weniger unkontrolliert abgekippt. Immer wieder kommt es aufgrund dieser Verhältnisse in den Städten Ghanas zu Cholera-Epidemien.

Private Aktivitäten sind rar im Wasser- und Abwasserbereich. Seit 2016 betreibt die spanische Abengoa eine Meerwasserentsalzungsanlage in Nungua nahe Accra. Kritisiert wird an diesem Projekt indes, dass das produzierte Wasser anscheinend zu einem viel zu hohen Preis an GWC verkauft wird. Vereinzelt investieren größere Hotels, wie das Labadi Beach Hotel und das Golden Tulip Hotel in Accra in eigene Abwasserentsorgungsanlagen.

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Edith Mosebach