Zurück
  • Home
  • Ghanas öffentliche Ausschreibungen erfordern...

Ghanas öffentliche...

Ghanas öffentliche Ausschreibungen erfordern Hartnäckigkeit

Accra (GTAI) - Behörden sind die bei Weitem größten Auftraggeber in Ghana. Zumeist werden die Bestellungen öffentlich ausgeschrieben. Auch für deutsche Unternehmen bieten derartige öffentliche Ausschreibungen zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten. Sowohl bei Lieferungen als auch bei Dienstleistungen sind sie häufig wettbewerbsfähig. Vorsicht geboten ist bei den Zahlungs- und Lieferbedingungen. Auch wenn Ghana als Einstiegsmarkt für Afrika gilt: Es bestehen zahlreiche Risiken.

Grundlagen der Vergabe: Geber finanzieren einen Großteil der Projekte

Die größten Aufträge an die Privatwirtschaft vergibt in Ghana der Staat. Für das Jahr 2018 plant er mit einem Budget von etwa 62 Milliarden Cedi, was ungefähr 11,1 Milliarden Euro entspricht. Mehrere Milliarden Euro davon werden in Form von Aufträgen an Unternehmen gehen. Darunter fallen vor allem Liefergeschäfte und die Vergabe von Aufträgen für Dienstleistungen. Auch Betreiberlizenzen zum Beispiel für Minen, Mobilfunknetze, Solarparks oder Hafenterminals werden ausgeschrieben. Die größten Ausschreibungen entfallen auf die Bereiche Straßenbau, sozialer Wohnungsbau, Gesundheit, die Infrastrukturbereiche Wasser und Energie sowie Landwirtschaft. Ausgeschrieben wird vor allem durch die zuständigen Ministerien und deren Unterorganisationen wie die Versorgungsunternehmen Electricity Company of Ghana (ECG) oder Ghana Water.

Informationen über das Prozedere bei öffentlichen Ausschreibungen gibt die Public Procurement Authority (PPA). Auf der Webseite http://www.ppaghana.org findet man zum Beispiel die Ausschreibungsregularien. Eigentlich sollte die PPA-Webseite auch zentrale Ausschreibungsplattform sein, aber die Seite wird zu selten aktualisiert. Mitunter findet man Ausschreibungen auf den Webseiten der ausschreibenden Behörden, aber auch diese sind häufig veraltet. Zuverlässigere Informationsquellen stellen die beiden Tageszeitungen Daily Graphic und New Times dar, in denen der Staat seine Ausschreibungen veröffentlicht.

Ghana ist kein reiches Land und muss bei der Finanzierung seiner Projekte kreativ sein. Einen Großteil der Maßnahmen finanzieren internationale Geberorganisationen wie die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank, die Europäische Union oder bilaterale Geber wie die deutsche KfW, die Agence Francaise de Developpement (AFD, Frankreich), DFID (UK), Millennium Challenge Corporation (MCC, USA) oder JICA (Japan). Auch öffentlich-private Partnerschaften nehmen eine immer größere Rolle ein. Hier übernimmt bei Investitionen in der Regel der private Partner einen Teil der Finanzierung. Insbesondere bei Infrastrukturprojekten sind Build-Operate-Transfer (BOT)-Verfahren keine Seltenheit.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach