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Hotelboom in Kenia

Hotelboom in Kenia

Nairobi (GTAI) - Nirgendwo auf dem afrikanischen Kontinent werden so viele neue Luxushotels geplant und gebaut wie in Kenia. So äußert sich Horwath HTL South Africa, ein auf die Beratung, Entwicklung und Realisierung von internationalen Hotelprojekten und touristischen Destinationen spezialisiertes Unternehmen. International gesehen sei der Markt zwar nur eine Nische, dafür aber eine mit Wachstum und guten Renditen, heißt es.

Kenia und Äthiopien mit den meisten Hotelprojekten

Nach den Erhebungen von Horwath HTL sind aktuell in Kenia alleine 24 neue Fünf-Sterne-Hotels und -Resorts in der Pipeline, dicht gefolgt von Äthiopien mit 23, Südafrika mit 16, Algerien und den Kapverden mit jeweils zwölf, Tansania mit elf und Tunesien mit zehn Vorhaben. Insgesamt listet die Datenbank des Unternehmens in Afrika 116 Hotelprojekte in der Planungs- und 155 in der Bauphase auf. Hinzu kommen 78 Hotels, die kurz vor der Fertigstellung beziehungsweise Eröffnung stehen. Für die Qualität garantieren internationale Managementgesellschaften, die sich in Ostafrika mittlerweile die Klinke in die Hand geben.

Nach Ansicht von Michele de Witt, Südafrika-Direktorin von Horwath HTL, ist Afrika in Bezug auf Touristik ein weitgehend unerschlossener Markt. Nach den Zahlen des Welttouristikrats WTTC (World Travel and Tourism Council) wurden 2016 weltweit etwa 807 Milliarden US-Dollar (US$) in die Touristikbranche investiert; Subsahara-Afrika war lediglich mit 17 Milliarden US$ dabei - magere zwei Prozent. "Einige Investoren halten Afrika für risikoreich", sagt de Witt, wer aber dennoch komme, habe einen Pioniervorteil und könne höhere Margen realisieren - eine Beobachtung, die auch für andere Branchen gilt.

Schlechte Verkehrsanbindungen bremsen Wachstumsmarkt aus

Als eine der Haupthindernisse für einen verstärkten Tourismus in Subsahara-Afrika bezeichnete de Witt die schlechte Verkehrsinfrastruktur. Beispiel Kenia: Wer von der Hauptstadt Nairobi in die ugandische Hauptstadt Kampala reisen will, muss oft genug zwei Stunden für die 20 Kilometer lange Strecke zum Flughafen JKIA (Jomo Kenyatta International Airport) kalkulieren und sollte zwei Stunden vorher einchecken. Der Flug selbst dauert unter 60 Minuten, das Prozedere am ugandischen Flughafen Entebbe schlägt dann mit gut einer Stunde und die Weiterfahrt zur Hauptstadt Kampala in der Rushhour erneut mit bis zu zwei Stunden zu Buche. Fazit: Ein ganzer Tag ist weg.

"Im Hotelgeschäft gibt es weltweit kaum noch wirklich angesagte Märkte", sagt Stephen Rushmore Junior, Geschäftsführer der US-amerikanischen Beratungsgesellschaft für das Gastgewerbe HVS Global Hospitality Services. "Geschäftsmöglichkeiten finden sich dagegen in Nischensegmenten. Bestimmte Hoteltypen für bestimmte Märkte", lautet die Strategie. "Afrika ist aktuell unserer wichtigster Schwellenmarkt", sagt Andrew McLachlan, Senior-Vizepräsident für Geschäftsentwicklung in Afrika und dem Indischen Ozean für die in Brüssel firmierende Hotelgruppe Carlson Rezidor. "Wir wollen unser Engagement mittelfristig von 16.400 Zimmern auf 23.000 Zimmer ausweiten." Dabei sei Nairobi mittlerweile eine Investmentalternative zur südafrikanischen Metropole Johannesburg geworden. Die Sicherheit in Nairobi habe sich deutlich verbessert. "Sie ist eine großartige Mice-Destination (Meetings, incentives, conferences and exhibitions)", sagt McLachlan, "was uns eine Menge Geschäft beschert". Carlson Rezidor zählt zu den am schnellsten wachsenden Hotelketten in Afrika. Zu den Marken gehören Quorvus Collection, Radisson Blu, Radisson, Radisson Red, Park Plaza, Park Inn, Country Inns & Suites sowie Club Carlson.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach