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„Im südlichen Afrika zahlt...

„Im südlichen Afrika zahlt sich ein langer Atem aus“

Dieser Artikel wurde ursprünglich durch BME veröffentlicht.

Lea Heidemann, AHK Südliches Afrika: "Afrika ist eben nicht Afrika. Jedes Land der Region hat seine eigene unverwechselbare Geschichte, Mentalität und Kultur."

Lea Heidemann, Leiterin des Kompetenzzentrums Bergbau und Rohstoffe der Auslandshandelskammer Südliches Afrika, gab dem BME folgendes Interview*:

Ihre AHK ist Teil des German Mining Network. Worum geht es dabei?
Das German Mining Network besteht aus sechs internationalen Kompetenzzentren für Bergbau und Rohstoffe der Auslandshandelskammern in Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Peru und im Südlichen Afrika. Ihm gehören ferner die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) und Germany Trade and Invest (GTAI) an. Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt und flankiert die Aktivitäten dieses Netzwerks. Der DIHK hat eine koordinierende Rolle. Das German Mining Network trägt zur Sicherung der nachhaltigen Rohstoffversorgung deutscher Unternehmen bei und unterstützt gleichzeitig das deutsche Exportgeschäft. Es richtet sich vor allem an deutsche Firmen und Institutionen, die national oder international im Rohstoffsektor geschäftlich aktiv sind. Hierzu zählen Bergbauzulieferer und -betreiber, Rohstoffhändler, Rohstoffverarbeiter, Einkäufer, Berater, Forschungseinrichtungen sowie Vertreter von Politik und Verbänden.

Welche Anfragen hat Ihr Kompetenzzentrum zu beantworten?
Unser Kompetenzzentrum Bergbau und Rohstoffe ist für Südafrika, Sambia, Simbabwe und die DR Kongo zuständig. Regelmäßig melden sich deutsche Unternehmen bei uns und bitten um aktuelle Informationen zur Verfügbarkeit einzelner Rohstoffe in den genannten Ländern. Stark nachgefragt werden Daten zu den örtlichen Rahmenbedingungen. Wir vermitteln auch Vor-Ort-Kontakte zu einheimischen Bergbau-Experten. Vor allem für kleine und mittelständische deutsche Unternehmen ist der Markteintritt und Marktausbau im Ausland schwierig. Von der geringen Markterfahrung und der Entfernung einmal abgesehen, sind es in erster Linie fehlende personelle und finanzielle Ressourcen im eigenen Betrieb, die die Erschließung des Auslandsmarktes erschweren oder unmöglich machen. Genau hier setzen die Dienstleistungen unseres Kompetenzzentrums an, das eine wichtige Anlaufstelle für deutsche Unternehmen im südlichen Afrika darstellt. Über ein Büro in Lusaka, Sambia, einer Kontaktperson in Harare, Simbabwe und aus Johannesburg in der Republik Südafrika werden die Zielmärkte betreut.

Was verbindet Sie mit den anderen fünf AHKs?
Wir alle sind auf den internationalen Rohstoffmärkten aktiv. Deshalb macht es Sinn, unsere Kompetenzen im German Mining Network zu bündeln und mögliche Synergien zu nutzen. Unsere Plattform ist global ausgerichtet und damit viel mehr als ein Einzelstandort mit nationalem Kompetenzzentrum. Durch den Verweis auf die Zusammenarbeit im German Mining Network verbessert sich auch mein Standing gegenüber lokalen Partnern. Damit zeige ich Ihnen, dass ich neben meiner Kompetenz über den Rohstoffmarkt des südlichen Afrikas auch auf Know-how aus den AHK-Kompetenzzentren in Australien, Brasilien, Chile, Kanada und Peru zurückgreifen kann.

Wie ist die Lage auf dem Rohstoffmarkt im südlichen Afrika?
Der global zu beobachtende Anstieg der Rohstoffpreise macht auch vor unserer Region nicht Halt. Im Vergleich zu anderen Gegenden der Welt verfügen die Länder des südlichen Afrikas nach wie vor über einen enormen Rohstoffreichtum. Commodities wie Rohöl, Kohle, Gold, Platin, Silber oder Chrom sind nicht nur in ausreichenden Mengen vorhanden, sondern weisen eine hohe Qualität auf. Deshalb werden sie von der Industrie sehr geschätzt. Das gilt auch für den sogenannten Copperbelt. Dabei handelt es sich um einen Kupfergürtel, der sich über Sambia und die Demokratische Republik Kongo erstreckt. Die Industrieregion gilt als das bedeutendste Kupferabbaugebiet Afrikas. Dort lagern mehr als ein Zehntel der weltweiten Kupfervorkommen. Ein weiterer Standortvorteil: Der Rohstoffmarkt des südlichen Afrikas hat ein großes Zukunftspotenzial, denn er verfügt über viele noch unerschlossene Förderstätten. Hier bieten sich insbesondere deutschen Anbietern von Bergbautechnik sowie Rohstoffeinkäufern lukrative Geschäftsmöglichkeiten. Noch viel zu tun gibt es in den Bereichen Ausbildung, Mechanisierung und Automatisierung im Bergbau. Auch hier setzen die Regierungen der Länder des südlichen Afrikas auf westliche Unterstützung.

*Das Interview führte Frank Rösch, BME.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach