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In Angolas Landwirtschaft fehlt das Geld für den großen Wurf

Johannesburg (GTAI) - Schritt für Schritt kommt in Angola die landwirtschaftliche Produktion wieder in Gang. Landtechnik wird vor allem von Staatsgesellschaften und einigen privaten Großfarmen nachgefragt. Besonders im agroindustriellen Komplex Capanda kommt es zu Investitionen. Der Aufbau einer lokalen Nahrungsmittelproduktion hat hohe Priorität. Noch ist das Geschäftsumfeld unter anderem aufgrund von Korruption schwierig. Dies kann sich unter der Führung des neuen Staatspräsidenten Joao Lourenco ändern.

Die Landwirtschaft Angolas befindet sich weiterhin in einem mühsamen Prozess des Wiederaufbaus. Noch zu Zeiten der portugiesischen Kolonialherrschaft war Angola ein großer Agrarexporteur für Produkte wie Kaffee, Zuckerrohr, Bananen und Baumwolle. Der Eigenverbrauch konnte bis auf Weizen in allen Bereichen selbst gedeckt werden. Durch den 27jährigen Bürgerkrieg (1975 bis 2002) wurde die landwirtschaftliche Infrastruktur zerstört.

Angola muss heute deshalb über 50 Prozent seines Nahrungsmittelbedarfs importieren. Dabei verfügt das Land über alle Voraussetzungen, ein führender Agrarproduzent Afrikas zu sein. Rund 35 Millionen Hektar eignen sich für den Ackerbau, wovon nur etwa 10 bis 15 Prozent genutzt werden. Langsam zeigen sich erste Fortschritte. Die Kaffeeproduktion soll bis 2022 wieder auf 50.000 Tonnen jährlich steigen, nach nur 8.000 Tonnen im Jahr 2017. Erste Unternehmen starten wieder mit dem Lebensmittelexport nach Europa. Novagrolider und Bacelinho liefern Bananen nach Portugal. Auch Mangos werden wieder von Angola nach Portugal verschifft.

Markt für Landtechnik ist noch überschaubar

Angola bietet bislang nur einen kleinen Absatzmarkt für Landtechnik. Über 90 Prozent der Agrarfläche wird von Kleinbauern bewirtschaftet, die Subsistenzlandwirtschaft betreiben oder maximal den örtlichen informellen Markt beliefern. Diese sind zwar häufig in Kooperativen zusammengeschlossen, die Feldarbeit wird jedoch manuell in Arbeitskolonnen verrichtet.

Nach Erklärung des damaligen Landwirtschaftsministers Marcos Nhunga im Mai 2017 werden landesweit nur rund 100.000 Hektar maschinell bearbeitet. Neben den staatlichen Gesellschaften Mecanagro und Gesterra kommen deshalb nur einige private Großfarmen als Abnehmer von Landmaschinen infrage.

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Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

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Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
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Repräsentant: Johannes Kurt
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www.angola.ahk.de
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Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
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Kenia
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Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
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www.gtai.de
Edith Mosebach