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In der Industrie Ostafrikas gibt es noch viel zu tun

Nairobi (GTAI) - Industrialisierung ist ein Schlagwort, dass wohl im Repertoire eines jeden ostafrikanischen Politikers zu finden ist. An entsprechenden Plänen und Investitionskonferenzen fehlt es nicht. Über die Hürden aber wird öffentlich kaum ehrlich gesprochen. In einigen Bereichen ist jedoch Bewegung, wie im Textilsektor Äthiopiens oder in der Öl- und Gasindustrie Tansanias und Ugandas. Die Nahrungsmittelverarbeitung entwickelt sich insgesamt weiter.

Die guten Nachrichten zuerst: Äthiopien fährt nach Jahrzehnten sozialistischer Misswirtschaft einen industriefreundlichen Kurs und hat erste Branchen für ausländische Investoren geöffnet. Vorreiter sind die Bereiche Textilien, Bekleidung, Lederverarbeitung sowie im Nahrungsmittelbereich zum Beispiel Brauereien. Dabei kann Äthiopien bislang vor allem mit seinen im internationalen Vergleich günstigen Löhnen und seiner großen Bevölkerung von mehr als 100 Mio. Menschen punkten. Hinzu kommen deutliche infrastrukturelle Fortschritte, wie schon bald ausreichender und sehr preiswerter Strom sowie neue Straßen und Eisenbahnlinien.

Ein weiterer Game-Changer sind die neuen, landesweit entstehenden Industrieparks, in denen arbeitsintensive Betriebe angesiedelt werden. Ein Industrieparadies ist Äthiopien allerdings noch nicht: Die Bürokratie ist weiterhin sehr aufwendig, und in der Infrastruktur gibt es weiterhin noch sehr viel zu tun. Dennoch: Nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die äthiopische Volkswirtschaft bereits die kenianische überholt.

Verarbeitung und Export von Rohstoffen sollen es richten

Gute Nachrichten kommen auch aus Uganda und Tansania. Uganda hat nennenswerte Mengen Erdöl gefunden, das über eine noch zu bauende Pipeline durch Tansania verschifft und verkauft werden soll. Darüber hinaus wünscht sich Uganda eine Erdölraffinerie. Ähnlich Tansania, das auf immensen Erdgasvorkommen sitzt, die verflüssigt und exportiert sowie für eine inländische Industrie genutzt werden sollen. Für Uganda und Tansania erreichen die mit den Plänen verbundenen Investitionen eine bislang kaum vorstellbare Größenordnung, in deren Folge eine Industrialisierung deutliche Fortschritte machen könnte. Bis es soweit ist, bleibt allerdings noch viel zu tun.

Weniger gute Nachrichten kommen unterdessen aus Kenia: Zwar kann das Land weiterhin mit seinen vergleichsweise angenehmen Lebensbedingungen für Investoren vor allem in der Hauptstadt Nairobi punkten und dürfte auch in Sachen Ausbildung und industriellem Know-how im Regionalvergleich die Nase weit vorne haben. Andere Rahmenbedingungen aber stimmen nicht mehr: Kartelle, Korruption und mangelhafte Rechtssicherheit verschrecken mehr denn je in- und ausländische Investoren. Zudem sind die Kosten für Strom und Transport viel zu hoch. Kenia ist so international immer weniger wettbewerbsfähig. Wer Geld verdienen will, produziert nicht, sondern importiert. Selbst die Nachbarländer brechen als Abnehmer kenianischer Industriegüter weg, weil chinesische Firmen in ganz Ostafrika immer besser Fuß fassen und den Markt mit ihren Produkten überschwemmen.

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Edith Mosebach