Zurück
  • Home
  • In Ghana wenig neue Öl- und Goldprojekte

In Ghana wenig neue Öl- und...

In Ghana wenig neue Öl- und Goldprojekte

Accra (GTAI) - In Ghanas Bergbau tut sich aufgrund des niedrigen Goldpreises derzeit nicht viel. Im Öl- und Gasbereich hingegen kommt es 2017 noch zur Umsetzung größerer Projekte. Allerdings wurden diese bereits vor Jahren geplant. Der inzwischen niedrige Ölpreis sorgt für nachlassende Explorationstätigkeit. Für Zulieferer von Ausrüstungen bleiben beide Sektoren wichtige Absatzmärkte, allerdings mit derzeit rückläufigen Bestellungen.

Zwei dominierende Pfeiler der ghanaischen Wirtschaft, der Bergbau sowie die Öl- und Gasförderung, blicken schwierigen Zeiten entgegen. Sie leiden unter den zurzeit niedrigen Preisen für Gold und Erdöl. Die Investitionen lassen in beiden Bereichen spürbar nach und damit auch die Chancen für Lieferaufträge. Dies kann sich jedoch im Falle steigender Preise schnell wieder ändern.

Deutsche Unternehmen treten weder im Öl- und Gassektor noch im Bergbau als Investoren in Ghana auf. Allerdings liefern deutsche Anbieter entsprechende technische Ausrüstungen. Die meisten ghanaischen Abnehmer werden von Deutschland aus bedient. Einzig Liebherr und BAUER Resources verfügen in Accra über eigene Niederlassungen. Während Liebherr Minen in ganz Westafrika mit Erdbewegungsmaschinen beliefert, bietet BAUER Resources Lösungen bei Bohrungen an.

Den Goldbergbau dominieren große internationale Gesellschaften wie Gold Fields sowie AngloGold Ashanti (beide Südafrika) und die US-amerikanische Newmont Mining. In einigen Minen wie Ahafo (Newmont Mining) oder Damang (Gold Fields) wurden zuletzt wieder Erweiterungsinvestitionen angekündigt. Eine Reihe von Unternehmen beginnen mit der Förderung unter Tage, um die Lebensdauer ihrer Minen zu verlängern.

Abgesehen von diesen Vorhaben sind nur wenige Aktivitäten zu verzeichnen. Zwar ist Ghana auf dem Kontinent mit einer Produktion von etwa 4,1 Millionen Feinunzen (2016) der zweitgrößte Goldproduzent nach Südafrika. Allerdings ist in den kommenden Jahren mit einem schrittweisen Rückgang zu rechnen. Derzeit wird so gut wie nicht mehr nach neuen Vorkommen gesucht. Der Grad an Exploration ist ein wichtiger Indikator für die Zukunft des Bergbaus. Ohne diese Vorarbeit kann es auch nicht zu größeren Investitionen in neue Minen kommen.

Vor allem Erdbewegungsmaschinen sind gefragt

In den zahlreichen Übertageminen werden insbesondere Erdbewegungsmaschinen benötigt. Als Käufer treten nicht nur die Bergbaugesellschaften selbst auf. Sie verlagern viele Tätigkeiten, angefangen vom Aufbau der Mineninfrastruktur über den Abtransport von Erde bis hin zum Abbau von Mineralien, auf Baufirmen mit einem ausgedehnten Maschinenpark. Darüber hinaus gibt es in Ghana Unternehmen, die sich ausschließlich auf Aufträge in den Minen spezialisieren wie African Mining Services, Bayswater Contracting and Mining oder Engineers & Planners.

Zunehmend verlagert wird der Goldbergbau innerhalb Westafrikas in Länder wie Burkina Faso, Mali oder Côte d'Ivoire. Dort ist der Abbau deutlich günstiger. Die ghanaische Chamber of Mines bemängelt, die Regierung habe mit der Einführung strenger Regularien und der Erhöhung der Abgaben die Produktionskosten nach oben getrieben. Jedoch besteht die Hoffnung, dass unter der neuen, seit Anfang 2017 amtierenden Regierung unter Präsident Nana Akufo-Addo wieder ein investorenfreundlicheres Geschäftsumfeld geschaffen wird.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach