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Kenia baut Autobahn zwischen Mombasa und Nairobi

Nairobi (GTAI) - Das US-amerikanische Bauunternehmen Bechtel International Inc. wird für etwa 2,2 Milliarden US-Dollar eine neue Autobahn zwischen der kenianischen Hauptstadt Nairobi und der Hafenstadt Mombasa bauen. Ein entsprechender Vertrag wurde nur wenige Tage nach der erneuten Wahl von Uhuru Kenyatta zum Staatspräsidenten von der kenianischen Fernstraßenbehörde KeNHA (Kenya National Highway Authority) unterzeichnet.

Mit dem Bau der 473 Kilometer langen Autobahn soll im Januar 2018 begonnen werden. Erster Bauabschnitt ist eine 41 Kilometer lange Strecke zwischen der Namanga-Kreuzung bei Kitangela/Athi River vor den Toren Nairobis bis zur geplanten Konza Technology City. Die Bauzeit wird auf sechs Jahre veranschlagt. Im Rahmen des Projektes wird die bestehende Fernstraße zwischen Nairobi und Mombasa auf vier Spuren ausgebaut, mit der Option einer Erweiterung auf sechs. Die Strecke soll Reisegeschwindigkeiten von 120 Kilometer pro Stunde erlauben. Geplant sind 19 Autobahnkreuze mit Mautstationen.

Derzeit ist die überfüllte, schlaglochreiche Strecke von Pkw kaum unter zehn Stunden zu schaffen. Lkw brauchen mitunter mehrere Tage. Die aktuelle Verbindung wird derzeit saniert, wobei es auf den Bauabschnitten immer wieder zu massiven Verkehrsbehinderungen kommt, in denen Reisende mitunter bis zu 24 Stunden feststecken. Ob die Sanierungsbemühungen trotz des Neubaus fortgesetzt werden, wurde noch nicht bekannt. Parallel zu der Straße verläuft die vor kurzem fertigstellte Normalspureisenbahn sowie die alte Schmalspurbahn. Nach Einschätzung der kenianischen Regierung wird sich der so geschaffene Transportkorridor zu einer lebendigen Geschäfts- und Industriezone entwickeln.

Finanzierung der Exportkreditagenturen

Nach Angaben von Peter Mundinia, Generaldirektor der KeNHA, wird das Vorhaben finanziell von Exportkreditagenturen der USA und Großbritanniens unterstützt (US Export-Import Bank, the Overseas Private Investment Corporation, UK Export Finance). Die Kosten sollen durch erhobene Mautgebühren wieder hereingeholt werden. Die kenianische Regierung feiert die Unterzeichnung als einen Vertrauensbeweis für Präsident Kenyatta, dessen Wiederwahl vergleichsweise friedlich über die Bühne ging, vom unterlegenen Oppositionsführer vor Gericht aber angefochten wird.

Mit dem Auftrag an eine US-Firma kommt endlich mal wieder ein westliches Unternehmen bei einem Großprojekt zum Zuge, nachdem zuvor nur chinesische Firmen das Rennen gemacht hatten. Während die Chinesen ihre Arbeiter und Inputs weitgehend selber mitbringen, verspricht Bechtel eine Beteiligung kenianischer Firmen und die Schaffung von etwa 4.000 Arbeitsplätze für Kenianer und Kenianerinnen sowie deren Ausbildung. Im Rahmen des Vorhabens will Bechtel auch die Masterpläne für drei Sonderwirtschaftszonen erstellen und die wirtschaftliche Entwicklung des Korridors in Kooperation mit der Normalspureisenbahn und lokalen Gemeinden vorantreiben.

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Edith Mosebach