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Kenianer kaufen wieder mehr...

Kenianer kaufen wieder mehr Kfz

Nairobi (GTAI) - Nach dreijähriger Talfahrt dürfte Kenia 2018 wieder mehr Kfz verkaufen. Die politischen Gemüter haben sich abgekühlt und ausländische Hersteller wollen verstärkt Bausätze in Kenia zusammenschrauben. Dabei wächst der Druck auf den Staat, eine lokale Montage stärker steuerlich zu begünstigen. Wichtiger Abnehmer ist die Regierung, die bereits zunehmend lokal zusammengesetzte Modelle least. Präsident Uhuru Kenyatta will in seiner Amtszeit die Kfz-Industrie maßgeblich stärken.

Vor 31 Jahren, 1977, liefen von den kenianischen Associated Vehicles Assemblers (AVA) die ersten Pick-ups vom Band: Toyota Hilux. Das Fahrzeug, ideal für Kenias holprige Straßen, wurde einer der großen Erfolge der kenianischen Kfz-Montageindustrie. Hintergrund der Entwicklung waren strikte Einfuhrrestriktionen für Fahrzeuge aus Fernost und dem Nahen Osten. Kenia wollte so der Branche einen Vorsprung geben, um sie wettbewerbsfähig und zu einem regionalen Exporteuer zu machen. In den besten Tagen konnten jährlich 10.000 neue Fahrzeuge zusammengeschraubt werden.

Damit war es dann aber vorbei, als Kenia 1993 die Vorschriften für den Import gebrauchter Fahrzeuge lockerte. Bereits 1998 war der Markt dermaßen mit billigen Second-Hand-Einfuhren aus Japan überschwemmt, dass eine Kfz-Montage in Kenia sogar vorrübergehend gestoppt werden musste. Die kenianischen Stückzahlen waren schlichtweg zu niedrig und die Produktionskosten viel zu hoch, als dass eine lokale Montage im Wettbewerb hätte mithalten können.

Zinsbremse kontraproduktiv

In den vergangenen Jahren wurde der Absatz von Neufahrzeugen, ob lokal zusammengesetzt oder komplett importiert, immer wieder von politischen Unwägbarkeiten (gewaltsame Auseinandersetzungen nach den Präsidentschaftswahlen) getroffen, was potenzielle Käufer verunsicherte. Hinzu kam eine staatlich verfügte Obergrenze für Kredite, zu deren niedrigen Sätzen viele Geldhäuser keine Kfz-Kredite vergeben wollten. Konnten 2015 noch 19.966 Neufahrzeuge verkauft werden, so waren es 2016 lediglich 13.869 Stück und 2017 bescheidene 11.044 Fahrzeuge. Nun sollte es aber wieder bergauf gehen, sagt Rita Kavashe, Vorsitzende der Kenya Motor Industry Association (KMI) und Chefin von Isuzu East Africa. Spekulationen zufolge, könnte zudem im September 2018 die Zinsbremse fallen und den Kreditmarkt, darunter vor allem den für Kfz, wiederbeleben.

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Edith Mosebach