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Mehrere Milliarden US-Dollar fließen in den Bauxitabbau in Guinea

Conakry (GTAI) - Im westafrikanischen Guinea führen diverse internationale Investoren Großprojekte im Bauxitbergbau durch. Nach Angaben von Experten handelt es sich um den derzeit weltweit größten Zubau an Minenkapazitäten. Mehrere Milliarden US-Dollar werden umgesetzt. Für deutsche Zulieferer kam es bereits zu diversen Aufträgen. Weitere dürften folgen. Benötigt wird nicht nur Bergbau- und Fördertechnik sondern auch Infrastruktur für den Abtransport des Bauxits sowie für die Versorgung des Minenpersonals.

Im westafrikanischen Guinea vollzieht sich fast unbemerkt ein Investitionsboom im Bergbau. Mehrere Milliarden US-Dollar fließen in den Ausbau der Bauxitproduktion. Nicht zuletzt aufgrund dieser Großprojekte gewinnt die wirtschaftliche Dynamik des Landes deutlich an Fahrt. Im Jahr 2017 dürfte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei deutlich über sechs Prozent gelegen haben. Ein ähnlich optimistisches Bild zeichnet sich für die Jahre 2018 und 2019 ab. Damit rückt der bislang in Westafrika eher unbedeutende Liefermarkt plötzlich in den Fokus von Zulieferern aus verschiedenen Bereichen. Auch deutsche Zulieferer erhalten Aufträge im Rahmen der Großprojekte. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag das Exportvolumen Deutschlands in das westafrikanische Land im Zeitraum Januar bis September 2017 bei 92,4 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um etwa 36 Prozent.

Sämtliches Gerät muss aufwändig importiert werden. Neben Bergbau- und Fördertechnik müssen zahlreiche Ausrüstungen für die Versorgungsinfrastruktur der teilweise abgelegenen Minen beschafft werden. Für die Unterbringung der Minenarbeiter müssen spezielle Camps inklusive Großküchen und sonstige Versorgungseinrichtungen errichtet werden.

Internationale Subkontraktoren führen die Arbeiten durch

Auch kommt es zu umfangreichen Arbeiten an der Infrastruktur für den Abtransport des Bauxits. Bahnlinien werden neu gebaut oder modernisiert. Wagons, Lokomotiven und Signaltechnik werden ebenso bestellt wie Flotten an Lastkraftwagen. Auch die Verladehäfen werden mit neuen Terminals versehen. Die Bergbaukonzessionäre haben fast ausschließlich Unterauftragnehmer mit hohem Professionalisierungsgrad für den Aufbau der Minen engagiert, darunter WBHO aus Südafrika, Colas und Bouygues aus Frankreich und Fluor aus den USA.

Der Run auf das Bauxit hat seine Ursache im hohen Bedarf an Aluminium auf den Weltmärkten. Aluminium verzeichnete seit etwa Ende 2015 eine hohe Preissteigerung von etwa 1.450 US-Dollar (US$) je Tonne auf nun über 2.100 US$ je Tonne. Das entspricht einem Wertzuwachs von fast 45 Prozent. In Guinea befinden sich die größten bekannten Bauxitlagerstätten der Welt Insgesamt werden die Reserven an Bauxit in Guinea auf sieben Milliarden Tonnen geschätzt, mehr als ein Viertel der Weltvorkommen. Auch die Qualität gilt als die beste weltweit. In China wurden die Produktionskapazitäten für Aluminium in den letzten Jahren deutlich auf 50 Millionen Tonnen jährlich erhöht. Gleichzeitig gehen die chinesischen Bauxitreserven zur Neige oder liefern immer geringere Qualität.

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Edith Mosebach