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Optimismus in der nigerianischen Nahrungsmittelindustrie

Lagos/Abuja (GTAI) - Nigeria befindet sich weiter in einer tiefen Wirtschaftskrise. Der Absatz von Landtechnik sowie Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen leidet unter den Devisenrestriktionen. Mittelfristig ist in der Nahrungsmittelindustrie aber mit hohem Wachstum zu rechnen: der Druck zum Aufbau einer lokalen Produktion ist hoch. Deutsche Zulieferer sind zunehmend präsent.

Experten äußern sich sehr unterschiedlich über den Zustand der nigerianischen Landwirtschaft. Von mehreren Vertriebspartnern für Traktoren war im März zu hören, dass kaum in neue Farmen investiert wird. Das Ziel der Regierung unter Muhammadu Buhari, die Abhängigkeit von Nahrungsmittelimporten durch eine Förderung der Landwirtschaft zu verringern, bliebe vorerst eine Absichtserklärung. Die Wirtschaft des westafrikanischen Landes mit seinen inzwischen über 180 Mio. Einwohnern befindet sich seit 2015 in einer Wirtschaftskrise. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Jahr 2016 um 1,5% und dürfte laut Prognosen von Economist Intelligence Unit (EIU) auch in näherer Zukunft nur mit 1,0 bis 2,6% wachsen. Angesichts des rasanten Bevölkerungswachstums ist der Aufbau einer eigenen Landwirtschaft existenziell für Nigeria.

Gegensätzlich fiel die Einschätzung von Marc Chardet, Country Head West & Central Africa von Bayer Cropscience in Côte d'Ivoire, aus. Chardet, langjähriger Afrikakenner, ist erst kürzlich durch Nigeria gereist und berichtete von diversen Investitionen im Norden, im Middle-Belt (Abuja, Kaduna, Jos) sowie im Großraum Lagos. Laut Chardet investieren professionell agierende nigerianische Geschäftsleute aus dem Banken- oder dem IT-Sektor in die Landwirtschaft, die in der Lage sind, auch privates Risikokapital für ihre Vorhaben zu akquirieren. Mit dem Management der Farmen werden unter anderem Bauern aus Südafrika oder Simbabwe beauftragt. Die Investitionen zielen vor allem auf die Versorgung des heimischen Marktes. Im Vordergrund steht dabei die Produktion von Mais, Kassava, Reis oder Tomaten.

Ähnlich positiv fällt die Einschätzung von Elmar Dorenkamp, Managing Director des Stallproduzenten Big Dutchmen Nigeria, aus. Er berichtet von einer Vielzahl von Investitionen in Geflügelfarmen durch nigerianische und südafrikanische Akteure. Die neuen Geflügelfarmen entstehen vor allem im Norden Nigerias um die Großstadt Sokoto. Inzwischen haben auch die Geber die Wichtigkeit der nigerianischen Landwirtschaft erkannt. Laut Pressemeldungen gewähren die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) und auch Organisationen wie die Bill und Melinda Gates Foundation Hilfe in Höhe von insgesamt über 400 Mio. US$.

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Repräsentant: Johannes Kurt
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Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
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www.gtai.de
Edith Mosebach