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Produktmärkte in Äthiopien

Produktmärkte in Äthiopien

Nairobi (GTAI) - Äthiopien ist nach Einschätzung des IWF mittlerweile die größte Volkswirtschaft in Ostafrika. Die Zukunft liegt in einer arbeitsintensiven Low-Tech-Produktion und einer sich langsam kommerzialisierenden Landwirtschaft. Unterstützt wird dies durch eine Vielzahl großer Infrastrukturprojekte. Von heute auf Morgen geht das zwar nicht, die ersten Fortschritte aber sind bemerkenswert. Der politische Fortschritt hinkt der ökonomischen Dynamik aber noch weit hinterher.

Maschinenbauindustrie: Der Anfang ist gemacht

Die äthiopische Regierung möchte ihr Land mit Hilfe massiver Infrastrukturinvestitionen, insbesondere mit neuen Transportwegen, einer preiswerten Energieversorgung und neuen Industrieparks wirtschaftlich entwickeln. Der Anfang ist gemacht: Im Mai 2017 konnte die erste Motorenfabrik des Landes in Betrieb genommen werden, die jährlich 20.000 Einheiten für den Betrieb von Wasserpumpen, Stromgeneratoren, Dreiradfahrzeuge, Einachstraktoren, Bussen, Lkw und Baumaschinen produzieren soll. Deutschland lieferte 2016 für 113 Millionen Euro Maschinen, Apparate und mechanische Geräte (Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik; WA84) nach Äthiopien, 91 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Chemieindustrie: Aufbau nur eine Frage der Zeit

Mal abgesehen von einigen wenigen Betrieben, die einfache chemische Produkte herstellen, gibt es in Äthiopien noch keine nennenswerte chemische Industrie. Das Land ist aber auf dem Weg dahin und strebt vor allem eine Importsubstitution an. Bevorzugter Partner ist bislang die VR China. Im vergangenen Jahr importierte Äthiopien für 2,6 Milliarden US-Dollar Chemieprodukte - eine attraktive Nachfrage, die in vielen Bereichen eine Produktion vor Ort rechtfertigen könnte. Deutschland lieferte 2016 für 30 Millionen Euro chemische Erzeugnisse nach Äthiopien, gegenüber 2015 ein Plus von 27 Prozent.

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Tel.: +258 2149 3260
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Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
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Kenia
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GTAI
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www.gtai.de
Edith Mosebach