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Rahmenbedingungen bremsen...

Rahmenbedingungen bremsen Tansanias Potenzial noch aus

Nairobi (GTAI) - Tansanias Staatschef, Präsident John Magufuli, setzt auf ehrgeizige Veränderungen: Weniger Bürokratie, stärkere Privatwirtschaft, weniger Korruption, mehr Transparenz, massive Investitionen in die Infrastruktur. Aber es fehlt an Geld und an Know-how - und aus Sicht ausländischer Investoren kommt ein Mangel an Vertrauen und Planungssicherheit hinzu. Zunehmend fraglich ist auch, ob die angestrebte Gasverflüssigung einmal realisiert werden kann.

Das tansanische Wirtschaftswachstum wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich etwas verlangsamen und unter den zuletzt 7 Prozent pro Jahr liegen. Während der Internationale Währungsfond von 6,9 Prozent für 2017 und einem leichten Rückgang auf 6,4 Prozent 2021 ausgeht, prognostiziert die britische Economist Intelligence Unit (EIU) 6,4 Prozent für 2017 und dann eine graduelle Verlangsamung auf 5,2 Prozent bis 2021. Hintergrund ist eine in der Praxis wenig wirtschaftsfreundliche Politik der Regierung, geringere Erlöse für tansanische Exporte, teurere Importe und ein gedämpftes Interesse ausländischer Investoren.

Einen positivem Einfluss auf die Wachstumszahlen haben dagegen einige Großprojekte in den Energie- und Transportsektoren. Unter dem Strich steht Tansania damit in Bezug auf die Wachstumsaussichten etwa gleichauf mit Äthiopien und Kenia, den beiden stärksten Volkswirtschaften in Ostafrika. Während sich ein deutscher Finanzminister über solche Wachstumszahlen freuen würde, hält sich die Freude in Tansania in Grenzen: Die Zuwächse gehen, qualitativ betrachtet, zum erheblichen Teil auf das Konto des hohen Bevölkerungswachstums und der auf Pump finanzierten Infrastrukturvorhaben. Eine nachhaltige Linderung der weit verbreiteten Armut ist noch nicht in Sicht.

Reiche Bodenschätze

Dabei sind die von der Natur gegebenen Voraussetzungen des Landes für eine blühende Wirtschaft sehr gut: Tansania ist gesegnet mit einer Vielzahl von Bodenschätzen, die das Land zu einer führenden Bergbaunation Afrikas machen können. Selbst Südafrika ließe sich bei einigen Erzeugnissen überholen. Lediglich einem Zehntel der Vorkommen, so Schätzungen, wird zu Leibe gerückt, der Rest wartet auf Prospektoren und Investoren. Der industrielle Abbau beschränkt sich bislang auf Gold, Diamanten, Phosphat, Tansanit und Kohle. Hinzu kommen tausende kleiner und kleinster Bergbauaktivitäten.

Die größten Investitionschancen gibt es nach Ansicht von Experten bei Gold, Kupfer, Nickel, Zink, Platinmetallen, Metallen der Seltenen Erden, Edelsteinen, Graphit, Kaolin und Salz. In welchem Maße die Schätze gehoben und lukrativ verkauft werden können, hängt allerdings zum überwiegenden Teil von den internationalen Rohstoffpreisen und den von der tansanischen Regierung gesetzten Rahmenbedingungen ab. Seit Juli 2017 ist der Bergbausektor erst einmal in Schockstarre, nachdem die tansanische Administration der in London firmierenden Acacia Mining eine Steuernachforderung in Höhe von 190 Milliarden US-Dollar zugestellt hat, während das Unternehmen nach eigenen Angaben seit seiner Betriebsaufnahme aus der Bergbauförderung nur 9,4 Milliarden US-Dollar erlösen konnte.

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Edith Mosebach