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Schwierige Zeiten für Südafrikas Nahrungsmittelindustrie

Johannesburg (GTAI) - Südafrikas Konsumenten fehlt es an Geld und Zuversicht in die weitere Entwicklung. Zunehmend gefragt sind günstige Lebensmittelangebote kleiner unabhängiger oder informeller Händler. Das bereitet großen Handelsketten nebst Zulieferern Probleme. Bei vielen Nahrungsmittelproduzenten bleibt Kostensenkung das Gebot der Stunde. Neue Kapazitäten werden in der Geflügelindustrie und im Molkereisektor geschaffen. Die Getränkesparte wappnet sich für die Einführung der Zuckersteuer.

Aufgrund der Wirtschaftsflaute am Kap bewegen sich die südafrikanischen Nahrungsmittel- und Verpackungshersteller in einem problematischen Marktumfeld. Im Jahr 2016 schrammte das Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) mit 0,6 Prozent nur knapp an der Stagnation vorbei. Auch 2017 gab es mit 1,3 Prozent ein enttäuschendes Wirtschaftswachstum.

Die südafrikanische Bevölkerung wächst derzeit mit 1,6 Prozent pro Jahr deutlich schneller als die Wirtschaftsleistung. Infolgedessen stieg die Arbeitslosigkeit Mitte 2017 auf 27,7 Prozent, der höchste Stand seit 2003. Diese Entwicklung bremst die Expansion der südafrikanischen Mittelschicht. Der Aufstieg von Haushalten in die obere Mittelschicht hat sich nach Angaben des Bureau for Food and Agricultural Policy (BFAP) verlangsamt. Insbesondere schwarze Mittelschichthaushalte leiden unter der "Black Tax", das heißt sie unterstützen einen erweiterten Familienkreis, der häufig kein eigenes Einkommen hat.

Zudem kommen neue Belastungen auf die Verbraucher zu. Durch geringere Steuereinnahmen aufgrund des schwachen Wachstums taten sich im Staatshaushalt Mindereinnahmen von 4,2 Milliarden Euro auf. Im Haushaltsjahr 2018/19müssen die Steuern deshalb um insgesamt 2,4 Milliarden Euro erhöht werden. Die wichtigste Maßnahme ist dabei die Anhebung der Umsatzsteuer von 14 auf 15 Prozent.

Ausufernde Korruption belastet Verbrauchervertrauen

Das Konsumklima litt zudem unter politischer Unsicherheit. Im Jahr 2017 gab es in der Presse im Wochentakt Enthüllungen über ausufernde Korruption in der Regierung. Im Mittelpunkt steht die Debatte um State Capture, die Unterwanderung des Staates durch private Interessengruppen. Berufungen auf Positionen in Ministerien oder Staatsunternehmen erfolgten unter Staatspräsident Jacob Zuma im Kontext eines großen Patronage-Netzwerkes. Insbesondere der eng mit Zuma befreundete Unternehmer-Clan der Guptas nutzte die Beziehungen zum Präsidenten, um sich durch Einflussnahme auf staatliche Stellen Aufträge zu sichern.

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Edith Mosebach