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Somalias Wirtschaft kommt langsam in Schwung

Nairobi (GTAI) - Somalia macht bescheidene politische und wirtschaftliche Fortschritte. Ob es bei dieser Entwicklung bleibt, hängt von konkurrierenden Clans und ausländischem Beistand ab. Dank Gebermillionen und hohen Transfers von Auslandssomaliern kann das Land kräftig importieren. Vermutete Öl- und Gas-Vorkommen sorgen für Interesse sowie die gute strategische Lage seiner Häfen. Bevor es zu Investitionen kommen kann, muss das Land allerdings erst für persönliche und rechtliche Sicherheit sorgen.

Die somalische Wirtschaft setzt ihren Erholungsprozess langsam fort, bleibt aber weit hinter ihrem Potenzial. Basis seiner Ökonomie ist eine Weidewirtschaft, welche drei Fünftel der Bevölkerung beschäftigt und in der Regel vier Fünftel der Exporterlöse erwirtschaftet. Die schwere Trockenheit 2016/17 hat die Viehzucht allerdings an den Rande des Ruins gebracht. Es wird nunmehr Jahre brauchen, bis die Tierbestände quantitativ und qualitativ wieder an alte Zeiten anknüpfen können. Erfolgversprechende Strategien, wie solche Katastrophen künftig nachhaltig vermieden werden können, sind derweil nicht erkennbar.

Dienstleistungssektor im Aufwind

Zunehmende Bedeutung erfährt unterdessen der Dienstleistungssektor, vornehmlich das Fernmeldewesen und der Einzelhandel, die von substantiellen Investitionen durch Auslandssomalier profitieren. Entwicklungshilfegelder finanzieren derweil Infrastrukturprojekte, durch deren Nachfrage dann wieder jahrzehntelang vernachlässigte andere Wirtschaftszweige wiederbelebt werden können. Für einen nachhaltigen Aufschwung reichen die Mittel aber nicht, da internationale Geber ihren Anteil für einen Aufbau der somalischen Streitkräfte umdirigieren. Dadurch soll ein Vakuum vermieden werden, das bei einem bevorstehenden Rückzug afrikanischer Streitkräfte entstehende würde.

An privaten Investitionen gibt es ein zunehmendes Interesse, vor allem in den Bereichen Erdöl und Erdgas sowie bei Häfen. Bevor es allerdings zu nennenswerten Investitionen kommen kann, müssen eine Reihe politischer Fragen gelöst werden. Hinzu kommt eine schwierige Sicherheitslage, fehlende rechtliche Rahmenbedingungen, ein unzureichender Zugang zu Krediten und erhebliche Infrastrukturdefizite.

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Edith Mosebach