Zurück
  • Home
  • Südafrika buhlt um Investitionen

Südafrika buhlt um...

Südafrika buhlt um Investitionen

Johannesburg (GTAI) – Südafrika startet ein Anwerbungsprogramm für Investitionen. Dabei soll die Botschaft eines Neubeginns transportiert werden. Korruption und der Zerfall staatlicher Institutionen hatten das Investorenvertrauen stark erschüttert. Die Wirtschaft geriet in eine Abwärtsspirale. Der neue Präsident Cyril Ramaphosa macht sich nun an die Aufräumarbeiten und bringt wieder Zuversicht ans Kap. Wie Stimmen von Wirtschaftsvertretern zeigen, dürfte Südafrika auch bei deutschen Unternehmen an Attraktivität gewinnen.

Geschäftsklima verbessert sich spürbar / Deutsche Unternehmen sind von der Zukunft des Standorts überzeugt
Südafrikas neuer Staatspräsident Cyril Ramaphosa geht auf Investorenfang. In den kommenden fünf Jahren sollen Neuinvestitionen mit einem Volumen von 100 Milliarden US-Dollar (US$) für die Kaprepublik gewonnen werden. Eigens dafür wurden vier Sonderbeauftragte ernannt, um im In- und Ausland die Geschäftsmöglichkeiten in Südafrika zu bewerben. Eine hochrangige Delegation aus südafrikanischen Vertretern will dabei auch Deutschland besuchen. Für August oder September 2018 ist in Südafrika zudem eine große internationale Investmentkonferenz geplant.

„Deutsche Firmen sind auf der Suche nach interessanten Investitionsstandorten. Aufgrund des politischen Wandels in traditionellen Märkten hat Südafrika ein großes Potenzial, sich als attraktives Investitionsziel zu positionieren. Der neue Staatspräsident Cyril Ramaphosa steht für eine verlässliche Wirtschaftspolitik, die internationalen Investoren eine sichere Basis für ihr Engagement in Südafrika bieten soll. Des Weiteren bietet Südafrika als Ausgangspunkt einen attraktiven Zugang zu den wachsenden Märkten in Subsahara-Afrika.“
Frank Aletter, Stellvertretender Geschäftsführer AHK Südliches Afrika

Die Offensive ist Teil eines umfassenden Maßnahmenprogramms, mit dem Ramaphosa einen wirtschaftlichen Neuanfang für Südafrika herbeiführen will. Dabei steht der Hoffnungsträger allerdings vor einem schwierigen Erbe. Sein Amtsvorgänger Jacob Zuma stürzte das Land in eine schwere Krise. Die Zuma-Ära wird für immer mit dem Begriff State Capture in Verbindung stehen. Mit diesem Begriff bezeichnen Südafrikaner die ausufernde Korruption der vergangenen Jahre. Der Staat wurde durch private Interessengruppen regelrecht unterwandert.

Integrität staatlicher Institutionen gezielt beschädigt
Im Mittelpunkt stand der indisch-stämmige Unternehmerclan der Guptas. Dieser schwang sich durch enge Verbindungen zur Familie Zumas zu einer Art Schattenregierung auf. Regierungspolitiker und Führungskräfte der großen Staatsunternehmen gingen im Johannesburger Anwesen der Guptas ein und aus. So fädelten die Guptas nicht nur eine Reihe von dubiosen Deals zu ihren Gunsten ein, sondern nahmen auch Einfluss auf Kabinettsbesetzungen.

Der damalige Vize-Finanzminister Mcebi Jonas schockierte im Oktober 2016 die Nation mit der Enthüllung, dass ihm von den Guptas 41 Millionen Euro geboten wurden, wenn er das Amt des Finanzministers annimmt und als Gegenleistung deren Interessen fördert. Über 100.000 an die Öffentlichkeit gespielte E-Mails (#GuptaLeaks) zeichnen ein breit gespanntes, kollusives Netzwerk, in das zahlreiche Entscheidungsträger Südafrikas verwickelt wurden. Beobachter schätzen, dass unter Zuma rund 6,8 Milliarden Euro in dunkle Kanäle geflossen sein dürften. In dieses Bild passt auch die erratische Regierungsführung Zumas, der während seiner Amtszeit insgesamt 68 Ministerwechsel vornahm und innerhalb von 15 Monaten zwei hochrespektierte Fina innerhalb von 15 Monaten zwei hochrespektierte Finanzminister vor die Tür setzte.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach