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Südafrika ist Vorreiter bei der Industrialisierung

Johannesburg (GTAI) - Die industrielle Wertschöpfung beschränkt sich in der Region südliches Afrika stark auf Südafrika. Das dort wichtige Standbein der Automobilindustrie hofft auf steigende Produktionszahlen. Die dringend erforderliche Modernisierung der Raffinerien ist hingegen stark verzögert. In Südafrikas Metallindustrie werden Maßnahmen zur Revitalisierung angestoßen. Die geplante Offshore-Gasförderung bietet Industrialisierungschancen für Mosambik.

Südafrika ist zwar nicht mehr die größte Volkswirtschaft Afrikas - 2014 zog Nigeria nach einer Neuberechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) an der Kaprepublik vorbei - jedoch weiterhin das am stärksten industrialisierte Land des Kontinents. So verfügt Südafrika über eine breite Basis in Bereichen wie Automobilproduktion, Nahrungsmittelherstellung, Chemie und Metallverarbeitung.

Auf Wachstumskurs befindet dabei insbesondere die Kfz-Herstellung. Mit Mercedes-Benz (C-Klasse), BMW (3er), Volkswagen (Polo), Renault-Nissan, Toyota, General Motors und Ford verfügen insgesamt sieben große Automobilfirmen über Werke am Kap. Darüber hinaus gibt es etwa 25 Hersteller von Lkw und Bussen, die in Südafrika montieren, darunter MAN, Iveco, Scania und Tata. Im Zulieferbereich sind rund 500 Unternehmen aktiv, wovon etwa 120 zur Tier-1-Kategorie gehören.

Nachdem in Südafrika 2016 rund 600.000 Fahrzeuge vom Band liefen, sollen es nach Prognose des Branchenverbandes NAAMSA 2018 bereits 633.000 sein. Bis 2020 wird ein Produktionsvolumen von 900.000 Kfz anvisiert. BMW investiert rund 6 Mrd. Rand (R; etwa 463 Mio. US$; 1 R = circa 0,08 $) in den Ausbau des Werkes Rosslyn bei Pretoria, wo ab 2018 der neue X3 gefertigt werden soll. VW steckt 4,5 Mrd. R in die Produktionsstätte Port Elizabeth für den Bau des neuen Polo. General Motors entschied hingegen, sich bis Ende 2017 aus Südafrika zurückzuziehen. Das Werk bei Port Elizabeth wird an die japanische Firma Isuzu verkauft.

Einer der wichtigsten Anreize für Investitionen ist das staatliche Förderpaket Automotive Production and Development Programme (APDP), welches noch bis 2020 läuft. Bis Ende 2017 soll das in Vorbereitung befindliche Nachfolgeprogramm vorgestellt werden. Vorgesehen ist, damit den Zeitraum bis 2035 abzudecken.

Südafrikas Chemieindustrie wird durch das Großunternehmen Sasol mit den beiden Industriekomplexen Sasolburg und Secunda dominiert. Sasol ist unter anderem in der Produktion von Kraftstoffen und Polymeren aktiv und investiert fortlaufend in die Erneuerung der Anlagen wie beispielsweise den Bau der weltweit größten Air Separation Unit bis 2018.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach