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Südafrikas Gold- und Platinminen müssen modernisieren

Johannesburg (GTAI) - Die Gold- und Platinminen Südafrikas arbeiten sehr antiquiert, die Tätigkeiten werden weitgehend manuell verrichtet. Aufgrund explodierender Löhne ist der Betrieb mit tausenden Bergarbeitern aber kaum noch wirtschaftlich. Den Minen bleibt langfristig nur die Wahl zwischen Schließung oder einem Paradigmenwechsel. Im Platinsektor sind bereits Tendenzen zu mehr Mechanisierung sichtbar. Die Goldminenbetreiber entwickeln innovative Methoden, um auf den Einsatz von Sprengstoff zu verzichten.

In Südafrika steht der Gold- und Platinbergbau vor einem tiefgreifenden Wandel hin zu mehr Mechanisierung und Automatisierung. Ohne einen Technologieschub droht vielen Minen bereits ab 2020 ein massiver Produktionseinbruch, bis 2033 könnte die Industrie sogar ganz von der Bildfläche verschwinden, meint Neal Froneman, Vizepräsident der südafrikanischen Chamber of Mines (CoM). Der Abbau mit den herkömmlich angewandten Methoden ist kaum noch profitabel, rund 70 Prozent der Platinminen arbeiten derzeit in der Verlustzone. Auch die Goldgesellschaften stehen unter Druck und entlassen, wie AngloGold Ashanti und Sibanye Gold, tausende Mitarbeiter.

Seit den 1950er-Jahren haben sich die Förderstätten kaum verändert. Während Bergbauunternehmen weltweit bereits seit Jahrzehnten auf moderne Technologien setzen, werden in den Gold- und Platinminen Südafrikas noch immer viele Arbeiten mit Hilfe von menschlicher Muskelkraft verrichtet. Der Hauptgrund liegt in den geologischen Besonderheiten der Region. Die Gold- und Platinvorkommen bestehen aus sehr dünnen Schichten, die oft nur eine Höhe von 40 bis 80 Zentimeter erreichen und in einem steilen Winkel von 18 bis 35 Grad abfallen.

Der Zugang zu diesen Lagerstätten ist sehr schwierig. Ausgehend von den Zugangstunneln werden niedrige Abbauräume in den Fels getrieben, die oft nur knapp über einen Meter hoch sind. Schweres Gerät kann in dieser Enge kaum betrieben werden. Stattdessen schlagen tausende Bergarbeiter mit handgesteuerten pneumatischen Bohrhämmern die erforderlichen Sprenglöcher in das harte Gestein.

Bislang konnten die südafrikanischen Minengesellschaften auf ein Heer gering bezahlter Arbeitskräfte zurückgreifen. Große Belegschaften mit zehntausenden Grubenarbeitern sind deshalb keine Seltenheit. In den letzten Jahren explodierten im Bergbausektor allerdings die Löhne, die bereits über die Hälfte der Gesamtkosten für die Unternehmen ausmachen. Ein Bergarbeiter, der noch 2012 einen Monatslohn von 4.000 Rand (R; etwa 480 US-Dollar;1 R = rund 0,12US$, Jahresdurchschnittskurs 2012) kassierte, verdient heute 16.000 R (etwa 1.235 US$; 1 R = rund 0,077 US$, Stand: 04.09.2017). Daher lässt sich mit den konventionellen Bergbaumethoden kaum noch Geld verdienen, die Unternehmen müssen dringend umdenken.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach