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Südlich der Sahara nur...

Südlich der Sahara nur moderates Wirtschaftswachstum

Berlin (GTAI) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) bescheinigt den Volkswirtschaften Subsahara-Afrikas in den kommenden Jahren zwar graduell zunehmende Steigerungsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Diese Beschleunigung des realen Wachstums liegt aber mit mittelfristig erwarteten 4 Prozent angesichts nach oben schnellender Einwohnerzahlen sehr niedrig. Zwischen den Ländern gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede. Deutsche Unternehmen sollten daher einen gezielten Blick auf einzelne Märkte werfen.

Im Jahr 2017 konnten die Länder südlich der Sahara ein durchschnittliches reales Wirtschaftswachstum von lediglich 2,8 Prozent verzeichnen, stellt der IWF in seinem jüngsten Regional Economic Outlook von April 2018 fest. In den folgenden beiden Jahren erwartet der Fonds einen moderaten Anstieg auf 3,4 Prozent (2018) und 3,7 Prozent (2019). Insbesondere die gebremste Entwicklung in den beiden ökonomischen Schwergewichten Südafrika und Nigeria drückt den Durchschnitt nach unten. Eine Reihe von Ländern steht mit Wachstumsraten von 6 Prozent und mehr deutlich besser da. Zu dieser Gruppe gehören Äthiopien, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Ghana, Guinea, Ruanda, Senegal und Tansania.

Verschuldungsrisiko engt Spielraum ein

Der Leiter des Forschungsbereichs Afrika beim IWF, Papa N'Diaye, weist jedoch darauf hin, dass die Verwundbarkeit vieler Volkswirtschaften der Region durch eine wachsende Schuldenlast zunimmt. Sechs Länder - Eritrea, Kongo, Tschad, Südsudan, Mosambik und Simbabwe - konnten schon 2017 ihren Schuldendienst nicht voll leisten. Neun weitere stehen aktuell in einem erhöhten Risiko, die anfallenden Tilgungen und Zinsen nicht bezahlen zu können.

Eine höhere Wachstumsrate würde die Lage entspannen; eine weitere Verbesserung der öffentlichen Einnahmen ebenfalls. Diese haben sich zwar in vielen Ländern Subsahara-Afrikas bereits im Zeitraum 1995 bis 2016 deutlich positiv entwickelt. In nicht wenigen Fällen war dies aber im Wesentlichen ein Effekt gestiegener Rohstoffpreise. Mit dem Einbruch insbesondere des Erdölpreises sind in den letzten Jahren bei großen Exporteuren wie Angola oder Nigeria erhebliche Teile des Einnahmevolumens weggefallen. Eine leichte Erholung hat sich seit Mitte 2017 mit wieder anziehenden Preisen eingestellt.

Umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur bringen viele Länder der Region seit einigen Jahren nach vorne. Häufig wurden dafür allerdings Kredite aufgenommen, deren Bedienung die Haushalte der Staaten heute unter Stress setzt. Insbesondere die Ölexporteure Angola, Gabun und Tschad leiden unter hohen Zinszahlungen. Aber auch andere Länder wie Côte d'Ivoire, Ghana, Namibia, Sambia, Senegal, Togo oder Uganda sind hiervon betroffen. Im Durchschnitt der Staaten Subsahara-Afrikas wurden 2017 rund 12 Prozent des Budgets für Zinsen aufgewendet.

Kontaktdaten

AHK Subsahara Afrika

Südafrika
Tel.: +27 (0)11 486 2775
www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

Mosambik
Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
gefördert durch

Sambia
Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
gefördert durch

Angola
Tel: +244 - 946267525
www.angola.ahk.de
Delegierter: Ricardo Gerigk

Ghana
Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
Delegierter: Maximilian Butek

Kenia
Tel: +254 20 66330-00
www.kenia.ahk.de
Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

Nigeria
Tel: +234 1 270 0746, 2700747
www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
Tel: +49 (0)228 24 993-288
www.gtai.de
Edith Mosebach