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SWOT-Analyse - Äthiopien (Januar 2018)

Nairobi (GTAI) - Äthiopien wandelt sich zum ökonomischen Powerhouse in Ostafrika: mit neuen Großkraftwerken, Eisen- und Autobahnen sowie modernen Industriezonen. Die Politik kann aber nicht Schritt halten und bleibt einer sozialistischen Bürokratie und staatlichen Repressionen verbunden.

Die äthiopische Regierung macht ernst und liefert: Dank neuer Infrastrukturen und modernen Industriezonen kommen internationale Low-Tech-Produzenten, schaffen Arbeitsplätze und befördern das Land in eine industrielle Liga. Zudem hoffen über 100 Millionen Menschen auf ein besseres Leben - ein Riesenmarkt, der nur darauf wartet, erschlossen zu werden. Der Nachbar Kenia mag die angenehmeren Lebensbedingungen haben, als ostafrikanisches Powerhouse aber hat er ausgedient.

Vielversprechende Industrieparks

Die äthiopische Ökonomie steht auf wackeligen Beinen: So verfügt das Land zwar über riesige Flächen, die sich landwirtschaftlich nutzen lassen, der Weg dahin aber ist mühsam. Weil es Äthiopien eilig hat, sind ausländische Investoren eingeladen, Mega-Farmen zu gründen. An Interesse fehlt es nicht, wohl aber an der Umsetzung, weil es noch viele infrastrukturelle und bürokratische Hürden gibt. Vielversprechender sind da die neuen Industrieparks, die in Rekordzeit aus dem Boden gestampft werden und in denen sich Billiglohnindustrien ansiedeln.

Das dritte große Standbein der äthiopischen Ökonomie ist die Energiewirtschaft. Dank seines riesigen Wasserkraftpotenzials und einer Reihe von neuen Großkraftwerken kann Äthiopien zunehmend billigeren Strom erzeugen. Überschüsse sollen künftig auch exportiert werden - ob die Nachbarländer dabei mitmachen oder lieber auf teure Eigenlösungen setzen, bleibt allerdings noch abzuwarten.

Sozialistische Denkweise will noch nicht weichen

Die ersten äthiopischen Erfolge können sich mehr als sehen lassen: Neue Fabriken produzieren Bekleidung und Schuhe für ausländische Märkte. Investoren strömen ins Land und brachten alleine 2016 rund 3,2 Milliarden US-Dollar (US$) an Direktinvestitionen mit. Zum Vergleich: Im selben Jahr konnte der einstige ökonomische Primus Kenia nur 394 Millionen US$ einsammeln. Wer in Äthiopien investiert, muss allerdings viel Geduld mitbringen: Denn die Bürokratie ist langsam und nur in geringem Maße lernfähig. Immerhin hat die Politik für Klagen ein offenes Ohr und ist mitunter bemüht, Fehlentwicklungen zu korrigieren. Im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International belegte Äthiopien 2016 Rang 108 von 176 Ländern.

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Edith Mosebach