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SWOT-Analyse - Gabun (Februar 2018)

Libreville (GTAI) - Gabun hat durch den seit 2014 sehr niedrigen Ölpreis viel von seiner Attraktivität für die deutsche Wirtschaft verloren. Sowohl die zuvor zahlreichen Lieferchancen für die Ölindustrie als auch Beteiligungsmöglichkeiten an Infrastrukturprojekten sind eingebrochen.

Das zentralafrikanische Gabun zählt zu den relativ reichen Öl-Ländern entlang der afrikanischen Atlantikküste. Das Pro-Kopf-Einkommen des Landes von mehr als 7.500 US-Dollar (US$) im Jahr zählt zu den höchsten auf dem Kontinent. Gleichwohl ist es äußerst ungleich verteilt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in ärmlichen Verhältnissen, während eine kleine Oberschicht ein Luxusleben mit stark französischem Einschlag genießt. Allerdings ist die Stimmung schlecht, seitdem der Ölpreis 2014 auf ein bis heute anhaltend niedriges Niveau gefallen ist. Auch die Geschäftschancen für deutsche Unternehmen beschränken sich seitdem auf einen geringen Umfang.

Manganbergbau bringt regelmäßig Lieferchancen

Geschäftschancen in dem rohstoffreichen Land bestehen nach wie vor für das Zuliefern von Maschinen und Ausrüstungen. Der Ölsektor, wenngleich er stetig schrumpft, bestellt nach wie vor regelmäßig. Gleichwohl beschaffen die Ölgesellschaften angesichts des niedrigen Ölpreises derzeit nur das Nötigste oder beschränken sich auf ein Leihgeschäft.

Der Abbauer von Mangan Comilog bestellt ebenfalls immer wieder Bergbaumaschinen oder sonstiges Gerät. Neue Minen sind im Gespräch, werden aufgrund nach wie vor niedriger Mineralienpreise aber nicht eröffnet. Gut im Geschäft sind deutsche Hersteller von Lastkraftwagen (Lkw) wie Mercedes und MAN. Zwar ist auch bei Lkw der Markt seit 2014 eingebrochen, aber deutsche Marken sind Marktführer. Die größten Kunden sind Unternehmen im Bereich der Forstwirtschaft. Diese müssen das Tropenholz aus dem Dschungel zum Hafen oder in die Verarbeitungszone Nkok bei Libreville verfrachten.

Deutlich nachlassen dürften die Geschäftschancen resultierend aus Infrastrukturprojekten. Der Staat kann sich kaum noch etwas leisten, hat viele Außenstände angehäuft. Derzeit ist der Staat auf der Suche nach privaten Partnern für Infrastrukturprojekte, jedoch häufig nicht erfolgreich. Ausnahme ist die in Gabun sehr aktive singapurische Olam, welche zuletzt den Hafen in Owendo ausgebaut hat.

Der Binnenmarkt mit seinen gerade einmal 2 Millionen Einwohnern ist von begrenztem Interesse für deutsche Lieferanten. Einzig die Oberschicht in den größeren Städten verfügt über die Kaufkraft, hochwertige Konsumgüter zu erwerben. In den gut sortierten Supermärkten in Libreville dominieren jedoch französische Produkte. Über Jahre war Gabun größter Importeur von französischem Champagner weltweit.

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Edith Mosebach