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SWOT-Analyse - Sierra Leone (Januar 2018)

Freetown (GTAI) - Sierra Leone ist für die deutsche Wirtschaft ein unbedeutender Markt. In geringem Umfang bestehen regelmäßig Lieferchancen. Dies gilt vor allem bei Investitionen in die Infrastruktur oder größeren Bergbauprojekten. Darüber hinaus werden in größeren Mengen Konsumgüter importiert.

Das westafrikanische Sierra Leone zählt mit einem Pro-Kopf-Einkommen von gerade einmal 623 US-Dollar (US$) im Jahr (2017, IWF) zu den ärmsten Ländern der Welt. Gleichzeitig stellt das Land mit nur etwa 7,6 Millionen Einwohnern einen kleinen Markt dar, der zudem für afrikanische Verhältnisse in den letzten Jahren ein hohes Maß an Instabilität verzeichnete (Bürgerkrieg, Ebola). Viele Unternehmen verließen das Land und hinterlassen ein Vakuum, aus dem heraus neue Geschäftschancen entstehen.

Derzeit befindet sich das Land in einer Phase relativer politischer und wirtschaftlicher Stabilität. Der Umfang der Geschäftschancen nimmt wieder zu und damit auch die Neigung einzelner Unternehmer, sich in Freetown niederzulassen. Jedoch ist der kleine Markt gerade für viele international operierende Unternehmen nicht lukrativ genug und aufgrund des hohen Grades an Korruption im Lande mit Compliance-Problemen verbunden. Für hemdsärmelige Unternehmergeister jedoch könnte sich ein Engagement in Sierra Leone lohnen, weil aufgrund der Unterversorgung die Margen entsprechend hoch sind.

Chancen bestehen ständig durch den hohen Importbedarf an Konsumgütern

In Sierra Leone wird fast alles eingeführt: von Grundnahrungsmitteln wie Reis aus Asien, Zwiebeln aus Holland, Hühnerfleisch aus Brasilien, industriell gefertigter Massenware aus aller Welt bis hin zu hochwertigen importierten Nahrungsmitteln für die wohlhabenden Bewohner Freetowns. Wer ein wenig in den Ladenregalen Freetowns stöbert, muss nach Marktnischen nicht lange suchen. Allerdings müssen Importeure derartiger Güter aus Deutschland über gute Verbindungen im Land zu den libanesischen Händlern und zu lokalen Zollstellen beziehungsweise sonstigen Regierungskreisen verfügen, mit denen man sich Probleme vom Halse halten kann.

Liefergeschäfte in größerem Umfang werden von Deutschland aus bei Investitionen der Minengesellschaften vor allem im Eisenerzbergbau getätigt. Aufgrund der derzeitigen niedrigen Weltmarktpreise für Eisenerz fällt diese Geschäftsmöglichkeit weg. Auch bestellt die lokale Nahrungsmittelindustrie immer wieder neue Maschinen und Vorprodukte aus Deutschland. Gleichwohl wird derzeit in geringem Umfang bestellt, weil die lokale Währung Leone im Vergleich zum Euro oder US$ deutlich an Wert verliert und sich Importe dadurch verteuern.

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Südafrika
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www.germanchamber.co.za
Geschäftsführer: Matthias Boddenberg

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Tel.: +258 2149 3260
Repräsentant: Dr. Friedrich Kaufmann
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Tel.: +260 (0)211 372 687
Repräsentant: Johannes Kurt
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Tel: +233 302 631 681/2/
www.ghana.ahk.de
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Delegierte: Maren Diale-Schellschmidt

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Repräsentant: Dr. Jennifer Schwarz

Nigeria
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www.nigeria.ahk.de
Delegierter: Dr. Marc Lucassen

GTAI
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www.gtai.de
Edith Mosebach