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SWOT-Analyse - Tansania (November 2017)

Nairobi (GTAI) - Kein Land in Ostafrika ist so reich an Bodenschätzen gesegnet wie Tansania. Hinzu kommt ein umfangreiches, kaum genutztes landwirtschaftliches Potenzial. Die Politik aber tut sich schwer, die notwendigen Rahmenbedingungen zu erarbeiten, und präsentiert sich stattdessen als sprunghaft.

Tansania ist mit 57 Millionen das nach Äthiopien zweitbevölkerungsreichste Land Ostafrikas und eines der politisch und wirtschaftlich führenden in der Region. Es sitzt auf immensen Erdgasvorkommen und anderen Bodenschätzen. Könnten sie gehoben werden, würde seine Volkswirtschaft den bisherigen Lokalmatador Kenia in wenigen Jahren überholen. Ob das gelingt, ist jedoch mehr als fraglich. Für Deutschland ist das Land deshalb bislang kaum ein nennenswerter ökonomischer Partner.

Erdgas beflügelt die ökonomischen Fantasien

Die große ökonomische Chance sieht Tansania in seinen umfangreichen Bodenschätzen, insbesondere Erdgas. Langfristig könnte auch die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle spielen. Vieles ist aber noch Zukunftsmusik und von externen wie internen Faktoren abhängig. Bevor die Erdgasinvestoren grünes Licht geben, müssen zum Beispiel die Prognosen für die internationalen Energiepreise stimmen und potenzielle Abnehmer gefunden sein - und danach sieht es bislang nicht aus. Zudem fehlt es an administrativen und rechtlichen Rahmenbedingungen. An den Strukturschwächen des Landes wie seinen schlechten Transportwegen und der unzureichenden Stromversorgung wird immerhin gearbeitet - Erfolge aber brauchen Zeit. Auch die Suche nach qualifizierten Facharbeitern wird noch Jahrzehnte dauern. Ob Tansania aus seinen enormen Chancen etwas macht beziehungsweise machen kann, bleibt deshalb abzuwarten.

Hohe Risiken verhindern Planungssicherheit

Wenig berechenbar sind auch die Länderrisiken. Das hohe und ungebremste Bevölkerungswachstum verhindert ein höheres Pro-Kopf-Einkommen (derzeit etwa 883 US-Dollar/Jahr). Ökonomische Erfolge werden so wieder schnell relativiert. Zusammen mit der Landflucht sorgt dies dafür, dass die Wirtschaftsmetropole Dar es Salaam zu den zehn am schnellsten wachsenden Städten der Welt gehören dürfte und 2030 vermutlich den Status einer Megastadt erreicht wird (10 Millionen Einwohner; zwischen 2006 und 2020 durchschnittliches Wachstum: 4,4 Prozent/Jahr). Unberechenbar bleibt derweil die Regierung unter Präsident John Magufuli, der ständig für Überraschungen gut ist. Unter dem Strich ist Tansania zweifellos ein Land enormer Möglichkeiten, ein Engagement aber ist spekulativ und mit geringer Planungssicherheit fundiert.

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Edith Mosebach